Regulierung und Aufsicht kompakt
Inter­na­tio­na­ler Bilan­zie­rungs­stan­dard

Ände­run­gen an IFRS 17 dür­fen Zeit­plan nicht gefähr­den

Für kapitalmarktorientierte Versicherer wird der Bilanzierungsstandard IFRS 17 zu einer besseren internationalen Vergleichbarkeit beitragen. Um den Starttermin 1. Januar 2022 nicht zu gefährden, sollten Änderungen am Standard schnellstmöglich umgesetzt werden

Die Vorbereitung auf den neuen Standard läuft bei den Versicherern, die ihre Konzernabschlüsse nach IFRS erstellen, bereits auf Hochtouren. Jede Verzögerung der Umsetzung würde zu erheblichen Mehrkosten führen.

 

Daher sollten Änderungsvorschläge für das Regelwerk nur dann berücksichtigt werden, wenn sie für die Abbildung des Geschäftsmodells wesentlich sind und im gegebenen Zeitrahmen  umgesetzt werden können. Insbesondere sollte darauf verzichtet werden, dass Unternehmen zum Start von IFRS 17 auch Vergleichszahlen für das Vorjahr nach dem neuen Standard erstellen müssen.

Eine Verschiebung von IFRS 17 könnte zudem dazu führen, dass Versicherer den Standard IFRS 9 für Finanzinstrumente isoliert anwenden müssten. Damit würden jedoch Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen einerseits und Kapitalanlagen andererseits unterschiedlich bewertet, was zu Verzerrungen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung führen könnte.

 

Eine Analyse zu dem Thema bietet die neue Ausgabe der GDV-Publikation „Regulierung und Aufsicht kompakt“, die hier zum Download bereit steht.

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