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Fünf Jahre Natur­ge­fah­ren­kam­pa­gne Bran­den­burg

Jedes dritte Wohn­haus in Bran­den­burg gegen Star­kre­gen ver­si­chert

Fünf Jahre nach dem Start der Naturgefahrenkampagne in Brandenburg sind 33 Prozent der Hausbesitzer gegen Gefahren wie Hochwasser und Starkregen versichert. Im August 2013 lag der Anteil noch bei 27 Prozent.

Der Bundesschnitt beträgt 41 Prozent. „Das Bewusstsein der Brandenburger für das wachsende Risiko und die Folgen extremer Wetterereignisse nimmt zu“, sagt Bernhard Gause, Geschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

500.000 Wohngebäude in Brandenburg lückenhaft versichert

Etwa eine halbe Million Wohnhäuser in Brandenburg sind aber noch unzureichend geschützt.  Vor allem ältere Verträge deckten oft nur Schäden durch Sturm und Hagel ab, nicht jedoch durch Starkregen oder Hochwasser. „Eigentümer bemerken die Versicherungslücke oft erst, wenn ihr Haus unter Wasser steht“, so Gause. Er fordert daher Immobilienbesitzer auf, ihren Versicherungs­­schutz zu prüfen. Über einen Zusatzbaustein lässt sich die Lücke schließen, auch für den Hausrat.

Insbesondere Starkregen könne jede Region in Deutschland treffen und große Zerstörungen anrichten, betont der GDV-Geschäftsführer und verweist auf die Unwetter des Vorjahres: „Die heftigen Niederschläge im Juni und Juli 2017 haben versicherte Sachschäden von 60 Millionen Euro verursacht, im Wesentlichen in Berlin und Brandenburg.“ Meteorologen erwarten aufgrund der Erderwärmung künftig häufiger sintflutartige Regenfälle in Deutschland, verbunden mit Überflutungen auch abseits von Flüssen.


Ohne Versicherung sind Schäden aus eigener Tasche zu zahlen, im schlimmsten Fall steht die Existenz auf dem Spiel. Hilfsgelder vom Staat gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Darauf verständigten sich 2017 die Ministerpräsidenten der Länder. Sie sprachen sich auch für eine bundesweite Informationskampagne und ein nationales Naturgefahrenportal aus, um Verbraucher stärker für die Risiken zu sensibilisieren. Die Versicherungswirtschaft unterstützt diese Forderung.

Die Initiative "Naturgefahren: Brandenburg sorgt vor" wurde am 15. August 2013 von der Landesregierung, der Versicherungs­wirtschaft und der Verbraucherzentrale Brandenburg gestartet. Ziel ist, auf zunehmende Wetterextreme aufmerksam zu machen und die Eigenvorsorge zu stärken.

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