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Reprä­sen­ta­tive Umfrage

Ein Jahr EU-Daten­schutz: Jeder 25. Mit­tel­ständ­ler musste bereits Daten­panne mel­den

Mit der EU-Datenschutzgrundverordnung, die seit dem 25. Mai 2018 angewendet wird, drohen Firmen härtere Strafen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Ein Jahr nach dem Start der EU-Datenschutzgrundverordnung hat bereits jeder 25. Mittelständler eine Datenpanne gemeldet: 4 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sind seitdem auf Kunden oder Behörden zugegangen, weil möglicherweise Daten verloren oder missbraucht wurden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Harte Strafen und kurze Meldefrist

Ein Grund für die vielen Meldungen: Mit der EU-Datenschutzgrundverordnung, die seit dem 25. Mai 2018 angewendet wird, drohen Firmen härtere Strafen bei Datenschutzverstößen. Unternehmen haben seitdem höchsten 72 Stunden Zeit, sich an die Behörden zu wenden. Durch die komplexen Regeln und die kurze Meldefrist sind gerade Mittelständler oft auf externe Hilfe wie den Anbieter einer Cyberversicherung angewiesen.

Unternehmen verbessern auch ihre IT-Sicherheit

Die IT-Sicherheit hat sich bei deutschen Mittelständlern durch die neuen Datenschutzregeln verbessert. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) hat anlässlich der EU-Verordnung die IT-Sicherheit aufgerüstet. 17 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen haben sich zwar mit der Umstellung beim Datenschutz die eigenen Computersysteme angeschaut, diese aber für ausreichend sicher befunden.

16 Prozent der deutschen Mittelständler haben die neuen Datenschutzregeln noch nicht umgesetzt. 11 Prozent – durchweg Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern – haben hierzu noch keine konkreten Pläne.

Für die Befragung wurden 300 Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen interviewt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die 2,4 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

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