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Kfz-Haftpflichtversicherung

Was ist die Kfz-Haftpflichtversicherung?

Wer sich mit Pkw, Motorrad, Quad, Mofa, Bus oder Traktor auf die Straße begibt, muss sein Fahrzeug in jedem Fall versichern. Dabei ist der Begriff Kfz-Versicherung ein Überbegriff für:

GDV
  • die Kfz-Haftpflichtversicherung – sie ist gesetzlich vorgeschrieben; ohne sie darf kein motorisiertes Fahrzeug auf die Straße. Sie entschädigt die Unfallopfer einschließlich der Mitfahrer des Unfallfahrers bis zur vereinbarten Mindestversicherungssumme.
  • die Teil- und Vollkaskoversicherungen – diese Versicherungen sind freiwillig.
  • weitere optionale Fahrzeugversicherungen bieten zusätzliche Sicherheit, sie übernehmen z. B. nach einer Panne oder einem Unfall im Ausland die Kosten für eine sichere Rückkehr nach Hause.

Was leistet die Kfz-Haftpflichtversicherung?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung bietet Schutz vor den Ansprüchen Dritter.

GDV

Sichert ab bei…
GDV Schäden am Fahrzeug, z. B.:

  • Abschleppkosten

  • Gutachterkosten

  • Reparaturkosten
  • Nutzungsausfall

  • Mietwagenkosten
  • Wertminderung
  • Wiederbeschaffungswert bei Totalschaden
  • An- und Abmeldekosten
  • Anwaltskosten




GDV

und außerdem bei…
GDV weiteren Sachschäden, z. B.:

  • Schäden an Gebäuden
  • Verkehrseinrichtungen
GDV Personenschäden, z. B.:

  • Heilungskosten, die die Krankenkasse 
nicht übernimmt
  • Ersatz für Verdienstausfall
  • Schmerzensgeld bei schweren 
Beeinträchtigungen
  • lebenslange Rente
  • im Todesfall z. B. Begräbniskosten oder 
Unterhalt für Hinterbliebene des Opfers
Gesetzliche Mindestversicherungssummen
Die Mindestversicherungssumme legt fest, bis zu welcher Summe der Versicherer die Kosten für einen Schaden übernehmen muss.

  • 7,5 Millionen Euro für Personenschäden
  • bis zu 1.120.000 Euro für Sachschäden
  • 50.000 Euro für reine Vermögensschäden

In der Regel bieten die Versicherer aber deutlich höhere Versicherungssummen (Deckungssummen) an, beispielsweise bis zu 100 Millionen Euro.

Wissenswertes

Natürlich gehört zur Kaufentscheidung eine Probefahrt. 
Je nachdem, ob man sein Auto beim Händler oder von privat kauft, ist die Situation im Falle eines Unfalls unterschiedlich.

Kauf beim Händler
Beim Fachhändler können Interessierte davon ausgehen, dass die Fahrzeuge vollkaskoversichert sind. Die Versicherung kümmert sich um alles, wenn es bei der Probefahrt zu einem Unfall kommt. Trotzdem gilt: Vor der Probefahrt unbedingt erkundigen, ob dafür auch tatsächlich eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wurde und wie hoch der Selbstbehalt ist. Nicht selten wird ein Selbstbehalt von 1.000 Euro vereinbart.

Kauf von privat
Beim Privatkauf ist das Fahrzeug auch während der Probefahrt auf den Verkäufer zugelassen und versichert. Verursacht der Interessent einen Unfall, muss die Haftpflichtversicherung des (Noch-) Eigentümers den Schaden am gegnerischen Fahrzeug bezahlen. Der Eigentümer wird im Schadenfreiheitsrabatt hochgestuft. Unbedingt beachten: Vor der Probefahrt sollten Verkäufer und Käufer schriftlich festhalten, wer für eventuelle Schäden am Fahrzeug und die Rückstufung aufkommt.
Schwarz auf weiß: der Kaufvertrag
Standardisierte Vertragsformulare gibt es im Internet. Käufer und Verkäufer sollten darauf achten, dass auf Vorschäden und Mängel eines Gebrauchtwagens ehrlich hingewiesen wird. Bei arglistiger Täuschung kann der Kunde ansonsten sein Geld zurückverlangen.
Der Verkäufer eines Fahrzeugs sollte seinen Versicherer mit einer Kopie des Kaufvertrags, auf dem Datum und Uhrzeit der Übergabe vermerkt sind, über den Eigentümerwechsel informieren.


Mehr Infos in unserer Broschüre „Versicherungen für Kraftfahrzeuge”

In unserer Broschüre erfahren Sie mehr zu den Unterschieden zwischen Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkaskoversicherung, wie Sie als Autofahrer im Ausland berücksichtigen sollten und Sie erhalten konkrete Tipps, was nach einem Unfall zu tun ist.

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