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	<title>GDV &#187; Kapitalanlagebestand</title>
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		<title>Risiken beim Hochfrequenzhandel eindämmen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 13:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dersch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufsicht & Solvency II]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr Aufsicht und weniger Geschwindigkeit: Das Bundesfinanzministerium will den Hochfrequenzhandel gesetzlich stärker regulieren. Die Gefahren des Hochfrequenzhandels sollen dadurch minimiert werden. Die Aufsicht darüber soll zukünftig die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben. Der GDV hält diese Schritte für richtig, weil dadurch gefährliche Entwicklungen an den Finanzmärkten verhindert werden können. Beim Hochfrequenzhandel werden innerhalb von Sekundenbruchteilen Wertpapiere und Finanzinstrumente ge- und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr Aufsicht und weniger Geschwindigkeit: Das Bundesfinanzministerium will den Hochfrequenzhandel gesetzlich stärker regulieren. </strong><strong>Die Gefahren des Hochfrequenzhandels sollen dadurch minimiert werden. Die Aufsicht darüber soll zukünftig die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben. Der GDV hält diese Schritte für richtig, weil dadurch gefährliche Entwicklungen an den Finanzmärkten verhindert werden können.</strong></p>
<p>Beim Hochfrequenzhandel werden innerhalb von Sekundenbruchteilen Wertpapiere und Finanzinstrumente ge- und verkauft. Die Händler benutzen dafür computergesteuerte Algorithmen. Die Gefahr dabei ist, dass der Hochfrequenzhandel extreme Marktausschläge an den Börsen provoziert und den geordeneten Ablauf an den Handelsplätzen gefährdet.</p>
<p>Vor dem Hintergrund, dass die deutsche Versicherungswirtschaft einen Kapitalanlagenbestand von 1.285 Milliarden Euro hat, ist sie auf funktionierende Märkte und valide Marktdaten angewiesen. Dies schließt insbesondere die Zuverlässigkeit und den geordneten Ablauf an den Handelsplätzen ein.</p>
<p><strong>Hochfrequenzhandel hat keine volkswirtschaftliche Funktion</strong><br />
Die Hochfrequenzhändler halten die Finanzinstrumente nur für sehr kurze Zeiträume. Diese Form von Finanztransaktionen erfüllt daher keine wesentliche volkswirtschaftliche Funktion und erzeugt Scheinliquidität, die in Krisenzeiten nicht vorhanden ist. Eine Entschleunigung des Börsenhandels hält der GDV daher für sinnvoll.</p>
<p>Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.</p>
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		<title>Wie die Bedeutung von externen Ratings bei der Versicherungsaufsicht verringert werden kann</title>
		<link>http://www.gdv.de/2012/07/wie-die-bedeutung-von-externen-ratings-bei-der-versicherungsaufsicht-verringert-werden-kann/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 14:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dersch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufsicht & Solvency II]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Rating-Agenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungsaufsicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Diskussion über die Rolle und den Einfluss von Rating-Agenturen hält weiter an. Vor diesem Hintergrund hat der GDV ein Positionspapier zur Verringerung der Bedeutung von externen Ratings bei der Versicherungsaufsicht veröffentlicht. Das Papier formuliert politische und aufsichtsrechtliche Handlungsfelder, um einen übermäßigen Rückgriff auf Ratings zu verringern. Dabei weist das Papier jedoch auch darauf hin, dass externe Ratings [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Diskussion über die Rolle und den Einfluss von Rating-Agenturen hält weiter an. Vor diesem Hintergrund</strong><strong> hat der GDV ein Positionspapier zur Verringerung der Bedeutung von externen Ratings bei der Versicherungsaufsicht veröffentlicht. </strong></p>
<p>Das Papier formuliert politische und aufsichtsrechtliche Handlungsfelder, um einen übermäßigen Rückgriff auf Ratings zu verringern. Dabei weist das Papier jedoch auch darauf hin, dass externe Ratings weiterhin ein unverzichtbarer Bestandteil des Kapitalanlagen- und Risikomanagements sind.</p>
<p><strong>Die Kernpunkte des Positionspapiers:</strong></p>
<ul>
<li>Forderungen nach einer Einschränkung von Automatismen bei Ratingveränderungen</li>
<li>Stärkung der internen Kreditrisiko-Bewertungsmöglichkeiten</li>
<li>Schaffung von Möglichkeiten zur Auslagerung der Kreditanalyse</li>
<li>Aufbau von weiteren Kapazitäten bei der Versicherungsaufsicht</li>
<li>Ermöglichung von diskretionären Entscheidungen der Aufsicht über Ratingvorgaben unter bestimmten Voraussetzungen</li>
</ul>
<p>Mit einem Kapitalanlagebestand von ca. 1.285 Milliarden Euro gehören deutsche Versicherer zu den größten institutionellen Investoren in Deutschland. Für die Kapitalanlagetätigkeit der Assekuranz sind Ratings aufgrund ihres Gewichts bei der Preisfindung von Anleihen und durch aufsichtsrechtliche Vorgaben deshalb sehr wichtig.</p>
<p>Die vollständige Stellungnahme des GDV steht Ihnen im Download-Bereich zur Verfügung.</p>
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		<title>Mehr Transparenz bei Pfandbriefen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 11:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dersch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen, Bilanzen & Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalanlagebestand]]></category>
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		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Artikelgesetz zur Umsetzung neuer Eigenkapitalanforderungen für Banken (CRD IV) sollen die Transparenzvorschriften im Pfandbriefgesetz verbessert werden. Dies ist nach Einschätzung des GDV ein richtiger Schritt, um die hohe Qualität des deutschen Pfandbriefs sicherzustellen. Ergänzungsbedarf sieht der GDV aber bei der Regelung zum Refinanzierungsregister im Kreditwesengesetz (§ 1 Abs. 24 KWG). Versicherer sollten auch zum Kreis [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Artikelgesetz zur Umsetzung neuer Eigenkapitalanforderungen für Banken (CRD IV) sollen die Transparenzvorschriften im Pfandbriefgesetz verbessert werden. Dies ist nach Einschätzung des GDV ein richtiger Schritt, um die hohe Qualität des deutschen Pfandbriefs sicherzustellen. Ergänzungsbedarf sieht der GDV aber bei der Regelung zum Refinanzierungsregister im Kreditwesengesetz (§ 1 Abs. 24 KWG). Versicherer sollten auch zum Kreis der Übertragungsberechtigten gehören, um sich an der Versorgung der Wirtschaft mit Kapital beteiligen zu können.</strong></p>
<p>Die vorgesehenen Verbesserungen der Transparenzvorschriften im Pfandbriefgesetz werden ausdrücklich begrüßt. Darüber hinaus ist aus Investorensicht jedoch eine weitere Verbesserung der Informationen zu den als Sicherheit dienenden Hypothekendarlehen wichtig, genauso wie die Angabe der durchschnittlich gewichteten Beleihungswerte der Sicherheiten. Diese geben Investoren Aufschluss über die tatsächliche Qualität der Deckungswerte. Die Verbesserung der Transparenz bei Pfandbriefen sollte auch eine detaillierte Berichterstattung umfassen.</p>
<p>Aus Sicht der Investoren ist ferner eine stetige Verbesserung der Qualität der Deckungsstöcke wichtig. Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise ist es notwendig, dass die in der Ersatzdeckung befindlichen Staatsanleihen mindestens der aufsichtsrechtlichen Bonitätsstufe 2 gemäß § 54 SolvV entsprechen.</p>
<p>Die Regelung zum Refinanzierungsregister sollte nach Ansicht des GDV im Rahmen der Überarbeitung des Kreditwesengesetzes ergänzt werden. Versicherer stellen der Wirtschaft Kapital in Form von Konsortialkrediten bereit. Dieser Vorgang steht im volkswirtschaftlichen Interesse. Um die Kreditvergabe weiterhin zu ermöglichen, sollte das Refinanzierungsregister zukünftig auch Versicherer mit einschließen.</p>
<p>Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Anlagegrundsätze und Anlageziele für die deutsche Versicherungswirtschaft</title>
		<link>http://www.gdv.de/2011/04/anlagegrundsaetze-und-anlageziele-fuer-die-deutsche-versicherungswirtschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 13:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen, Bilanzen & Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Anlagegrundsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Anlagensicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalanlagebestand]]></category>
		<category><![CDATA[Risikomanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Versicherungen gehören zu den größten institutionellen Investoren in Deutschland (Kapitalanlagebestand knapp&#160;1200 Milliarden Euro). Sie sind in der Regel langfristig orientierte Investoren. Damit sie beständig in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen, machen Bundesregierung und Aufsichtsbehörde den Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der Kapitalanlagepolitik eine Reihe qualitativer und quantitativer Vorgaben.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Versicherungen gehören zu den größten institutionellen Investoren in Deutschland (Kapitalanlagebestand etwa 1250 Milliarden Euro). Sie sind in der Regel langfristig orientierte Investoren. Damit sie beständig in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen, machen Bundesregierung und Aufsichtsbehörde den Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der Kapitalanlagepolitik eine Reihe qualitativer und quantitativer Vorgaben.</strong></p>
<p>Die Kapitalanlagetätigkeit der Assekuranz wird bestimmt durch die fünf allgemeinen Anlagegrundsätze (Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung), qualifizierten Anlageformen sowie quantitativen Anlagebegrenzungen. So schreibt die Anlageverordnung ausdrücklich vor, dass die Einhaltung der allgemeinen und besonderen Anlagegrundsätze durch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interne Kapitalanlagegrundsätze und Kontrollverfahren sowie eine strategische und taktische Anlagepolitik sicherzustellen ist. Versicherungsunternehmen setzen bereits seit langem zur Steuerung ihrer Kapitalanlagen Risikomanagementsysteme ein und passen ihre Portfoliostruktur der unternehmensindividuellen Risikotragfähigkeit an. Die genannten Vorgaben haben sich in der Finanzmarktkrise bewährt.</p>
<p>Versicherungsunternehmen verfolgen im Rahmen ihres professionellen Asset Managements insbesondere folgende Ziele:</p>
<ul>
<li>Fristgerechte Bereitstellung von Kapital, damit die gegenüber den Versicherungsnehmern bestehenden Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.</li>
<li>Erzielung einer möglichst hohen Rendite bei größtmöglicher Sicherheit.</li>
<li>Langfristig orientierte Anlagepolitik unter Einsatz eines konsequenten Asset-Liability-Managements (Risikomodell zur Steuerung von Anlagen und Verbindlichkeiten in den Bilanzen).</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/anlv/index.html">Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen (AnlV) </a></p>
<p><a href="http://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Rundschreiben/rs_1104_va_anlagers.html" target="_blank">BaFin Rundschreiben 4/2011 Hinweise zur Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen</a></p>
<p><a href="http://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/dl_rs_1104_va_FAQ.html?nn=2818068" target="_blank">Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu BaFin Rundschreiben 4/2011</a></p>
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		<item>
		<title>Fragen und Antworten der deutschen Versicherungswirtschaft</title>
		<link>http://www.gdv.de/2009/05/fragen-und-antworten-zur-finanzmarktkrise/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 14:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen, Bilanzen & Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalanlagebestand]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalanlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die gegenwärtige Banken- und Finanzmarktkrise stellt nach Einschätzung der Experten den schwersten Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung seit der Weltwirtschaftskrise im vorigen Jahrhundert dar. Wie konnte es zu so einer extremen Situation kommen?</p><p>Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die gegenwärtige Banken- und Finanzmarktkrise stellt nach Einschätzung der Experten den schwersten Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung seit der Weltwirtschaftskrise im vorigen Jahrhundert dar. Wie konnte es zu so einer extremen Situation kommen?</strong></p>
<p>Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:</p>
<p><strong>1. Wie ist die Banken- und Finanzmarktkrise entstanden?</strong></p>
<p>Die aktuelle Banken- und Finanzmarktkrise hat ihren Ursprung im Immobilienboom in den USA, der Ende der 1990er Jahre begann und eine starke Ausweitung des dortigen Hypothekenmarktes mit sich brachte. Die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank zielte bewusst auf niedrige Zinsen und entsprechend billige Kredite ab. In dieser Phase wurden (politisch gewollt) in großem Umfang Immobilienkredite vergeben – auch an Schuldner mit schlechter Bonität (sog. „subprime-Kredite“). Diese wurden in der Folge als verbriefte Wertpapiere am internationalen Kapitalmarkt verkauft. Solange die Häuserpreise stiegen und die erwarteten Verkaufserlöse als Sicherheiten für die Immobilienkredite ausreichten, hat dieses Geschäft funktioniert. Dann jedoch kamen die Preissteigerungen am US-Immobilienmarkt zum Erliegen: Ein wesentlicher Faktor hierfür war die Abkehr der amerikanischen Notenbank von ihrer Niedrigzinspolitik. Da die Hypothekenzinsen in den USA – anders als in Deutschland – oft nicht auf eine lange Laufzeit festgelegt werden, stiegen diese in der Folge stark an. Viele Hauskäufer, insbesondere solche mit schlechter Bonität, konnten deshalb ihre Schulden nicht mehr bedienen, es kam zu Zwangsversteigerungen und die Häuserpreise kamen nach dem steilen Anstieg der Vorjahre zunehmend unter Druck. Der Wertverfall der Häuser, die als Sicherheiten für die Kredite dienten, und der damit verbundene Wertverfall der entsprechenden Wertpapiere, führte im Bankensystem weltweit zu Refinanzierungsschwierigkeiten: Liquidität wurde über den Interbankenmarkt in immer geringerem Maße zur Verfügung gestellt. Weltweit kam es zu Spannungen im Bankensektor, die sich bei einzelnen Instituten durch Schieflagen zuspitzten. Nur durch immer neue erhebliche Staatsinterventionen in einer Vielzahl von Ländern konnte das Banken- und Finanzsystem bisher vor einem völligen Zusammenbruch bewahrt werden.</p>
<p><strong>2. Wo liegen die tiefer gehenden Ursachen der Banken- und Finanzmarktkrise?</strong></p>
<p>Verlauf und Ausmaß der Banken- und Finanzmarktkrise sind letztlich ein Ergebnis des komplexen Zusammenspiels einer Vielzahl wesentlicher Faktoren:</p>
<ul>
<li>Als eine Ursache der Krise werden aus makroökonomischer Sicht die erheblichen Ungleichgewichte im internationalen Waren- und Kapitalverkehr – besonders mit Blick auf die Verflechtungen zwischen den USA und China – angesehen. Das andauernde Leistungsbilanzdefizit führte zu einer hohen internationalen Verschuldung der Vereinigten Staaten, begünstigt auch – nach der Asienkrise an den internationalen Finanzmärkten – durch die weltweit verfügbare Ersparnis u. a. aus China und Südostasien.</li>
<li>Die zyklischen Übertreibungen in der Preisbildung am US-Immobilien- und Wertpapiermarkt und ihre Korrektur sind zudem ein Beispiel für die immer wieder anzutreffenden Schwankungen in der Finanzmarktentwicklung („Bubbles“). Auch das Weltwährungssystem flexibler Wechselkurse und des freien Kapitalverkehrs wird in diesem Zusammenhang teils kritisch gesehen.</li>
<li>Andere Beobachter wiederum prangern das Versagen der amerikanischen Wirtschaftspolitik an. Die Fördermaßnahmen der US-Regierung für Wohneigentum als Teil der Sozialpolitik, aber auch die expansive Geldpolitik in den USA hätten wesentlich zur „Blasenbildung“ am US-Immobilienmarkt beigetragen.</li>
<li>Daneben wird die in den vergangenen Jahren übermäßig vorhandene Liquidität an den internationalen Geldmärkten als krisenbegünstigend gesehen. Der größte Teil der Überschussliquidität resultierte dabei aus der immer weiter gesunkenen Risikoeinschätzung und dem damit einhergehenden stark erhöhten Leverage durch die Banken selbst – oft abseits der Bilanzen und damit außerhalb der Kontrolle der Notenbanken. Die Risikobereitschaft hat sich vor allem durch falsche, zu stark auf kurzfristige Gewinne ausgerichtete Anreizstrukturen sowie übertriebene Gewinnerwartungen im Bankensektor stark erhöht. So haben die Banken auch die Möglichkeit genutzt, Risiken über entsprechende Finanzprodukte aus ihren Bilanzen auszulagern, um dadurch große Eigenkapitalrenditen zu erwirtschaften.</li>
<li>Als weitere Ursachen der Banken- und Finanzmarktkrise gelten daher auch die vielfach erst in der Krise zu Tage getretenen Schwächen, Lücken und mangelnde Koordination der Regulierung und Aufsicht der Finanzmärkte. Unvollständige Risikoanalyse-Modelle, die viele Risiken systematisch unterschätzen und zudem prozyklisch wirken, spielten dabei ebenso eine Rolle wie insbesondere auch die weitgehend fehlende Regulierung der Ratingagenturen. Zudem steht die weltweit stark vereinheitlichte Rechnungslegung in der Kritik, mit ihren prozyklischen Mechanismen die Entstehung einer globalen Krise zu begünstigen bzw. zu verstärken.</li>
</ul>
<p><strong>3. Welche Konsequenzen hatte die Finanzmarktkrise bisher für das Bankensystem?</strong></p>
<p>Nachdem US-Hypothekenbanken wie beispielsweise Fannie Mae oder Freddie Mac große Teile der Hypothekenkredite gebündelt und in Tranchen am internationalen Kapitalmarkt veräußert hatten, löste die US-Immobilienkrise eine Art weltweiten Dominoeffekt aus. Durch die wegbrechenden Sicherheiten wurden die entsprechenden Wertpapiere so zu gefürchteten, nicht mehr handelbaren „toxischen“ Papieren, die die Bilanzen der Banken seitdem schwer belasten. Insbesondere seit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 kam es zu schweren Verwerfungen im Bankensystem, die sich im Zusammenbruch einzelner Banken sowie vor allem im weitgehenden Austrocknen des Interbanken- und Geldmarktes äußerten. Da in der Folge ein Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems drohte, sahen sich die Regierungen weltweit gezwungen, in außergewöhnlichem Ausmaß zu intervenieren. Zumeist geschah dies in Form von Garantien für bestimmte Banken oder Anlageformen, zum Teil wurde den Banken die Liquidität aber auch durch direkte Staatsbeteiligungen zur Verfügung gestellt, d.h. Banken wurden teilweise verstaatlicht. Zudem begannen die wichtigsten Notenbanken der Welt, konzertiert die Leitzinsen zu senken und den Banken auf verschiedenen Wegen die dringend benötigte Liquidität bereitzustellen. Durch das Eingreifen der Politik und der Notenbanken konnte der Verlauf der Krise zwar abgemildert, aber ihre Ursachen nicht behoben werden. Zwar haben sich viele Krisensymptome inzwischen zurückgebildet, die Banken- und Finanzmarktkrise besteht aber fort.</p>
<p><strong>4. Welche weiteren Konsequenzen hatte die Finanzmarktkrise bisher?</strong></p>
<p>Die erhebliche Unsicherheit infolge der Krise im Bankensektor beschleunigt und verstärkt die sich ohnehin entwickelnde zyklische Abschwächung der globalen Realwirtschaft. Dieser Einbruch ist so massiv, dass mittlerweile von der größten weltweiten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1930er Jahre gesprochen werden muss. Insbesondere exportorientierte Länder oder Branchen haben unter dem massiven Einbruch des Welthandels zu leiden und verzeichnen historisch hohe Rückgänge bei Produktion und Umsätzen. Regierungen weltweit sehen sich insofern veranlasst, Konjunkturhilfen und Ausgabenprogramme in Milliardenhöhe aufzulegen, die in der Nachkriegsgeschichte ebenfalls einmalig sind. Schließlich hat die Krise auch zu einer erneuten Diskussion um die Regulierung der Finanzmärkte geführt, die deutlich an Gewicht gewonnen hat und nun auch wieder weit grundsätzlicher geführt wird als zuvor. In Deutschland ist zudem erneut auch eine wirtschaftspolitische Diskussion um die Vorzüge und Nachteile der Sozialen Marktwirtschaft entbrannt.</p>
<p><strong>5. Welche Auswirkungen hat die Krise für die deutschen Versicherer?</strong></p>
<p>Die Entwicklung in der deutschen Versicherungswirtschaft ist von der weltwirtschaftlichen Entwicklung oder der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland natürlich nicht abgekoppelt. Trotzdem erweist sich die Versicherungswirtschaft in der Krise nach wie vor als ein stabilisierendes Element – auch weil sie an der Entstehung der Krise nicht ursächlich beteiligt war.</p>
<p>So stellt sich die <span style="text-decoration: underline;">Versicherungsnachfrage</span> in Deutschland bisher als sehr robust dar. Zwar ist davon auszugehen, dass sich der realwirtschaftliche Abschwung in der Tendenz eher dämpfend auf das Prämienaufkommen in Deutschland auswirken könnte. Allerdings ist bisher insbesondere die wirtschaftliche Situation der privaten Haushalte – auf die ca. 80 % der Versicherungsnachfrage entfällt – kaum von der Krise erreicht. Auch die Auswirkungen auf das Segment der Gewerbe- und Industriekunden sollten sich angesichts der essenziellen Bedeutung eines ausreichenden Versicherungsschutzes für die Unternehmen in einem sehr begrenzten Rahmen bewegen. Für 2009 erwartet der GDV insgesamt noch keine größeren Auswirkungen der Krise auf die Prämienentwicklung, und auch in 2010 dürfte der Prämienrückgang moderat ausfallen.</p>
<p>Auch im Bereich der <span style="text-decoration: underline;">Kapitalanlagen</span> spielen die Turbulenzen am Aktienmarkt für die deutschen Versicherer dank niedriger Aktienquote und gutem Risikomanagement nur eine begrenzte Rolle. Zudem ist festzuhalten, dass die deutschen Versicherer kaum problembehaftete Wertpapiere halten. Vor dem Hintergrund, dass die Versicherungswirtschaft dem Kapitalmarkt einen Großteil ihrer Mittel über Kreditinstitute zur Verfügung stellt, wäre allerdings auch sie von Verspannungen im Bankensektor nachhaltig betroffen. Insofern hat sie ebenfalls von den Stabilisierungsmaßnahmen der Regierungen im weltweiten Bankensektor profitiert.</p>
<p>Besondere Herausforderungen gehen von einem längerfristigen Niedrigzinsumfeld aus. Diese sind aber wegen der Langfristigkeit der Kapitalanlage und der eingebauten Sicherheitspuffer beherrschbar.</p>
<p>Insgesamt können die Auswirkungen der Krise auf die deutschen Versicherer – besonders mit Blick auf andere Branchen – bisher als moderat angesehen werden.</p>
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