Statistische Daten zeigen, dass das Geschlecht in der Unfallversicherung ein bestimmender Faktor ist. Die folgenden Grafiken stellen den statistischen Grundbedarf, d.h. das Verhältnis zwischen Schadenaufwand und vereinbarter Versicherungssumme, anhand des Schadenverlaufs der Invaliditätsleistung dar. Die Invaliditätsleistung ist die zentrale Leistungsart in der Unfallversicherung.
Die Auswertungen basieren auf den Daten von durchschnittlich 22 Mio. Versicherten aus fünf Statistikjahren. Es haben sich Unternehmen mit einem Marktanteil von ca. 85% an dieser Statistik beteiligt:
zu Abb. 1: Frauen sind bis zum Alter von etwa 60 Jahren einem deutlich geringeren Unfallrisiko ausgesetzt als Männer. Ab einem Alter von 60 Jahren übersteigt dann der statistische Grundbedarf von Frauen den der Männer.
zu Abb. 2: Das Unfallrisiko (der statistische Grundbedarf) der Männer wird entscheidend von ihrer Berufstätigkeit geprägt: Männer mit körperlich geprägten Tätigkeiten (Gefahrengruppe B), etwa Handwerker, sind einem wesentlich höheren Unfallrisiko ausgesetzt als Männer, deren Beruf nicht überwiegend in körperlichen Tätigkeiten besteht (Gefahrengruppe A), etwa Büroangestellte.
Das Unfallrisiko (der Statistische Grundbedarf) der Frauen sämtlicher Berufsgruppen ist insgesamt nicht höher als das Unfallrisiko von Männern, deren Beruf nicht durch körperliche Tätigkeiten geprägt ist (Gefahrengruppe A).
Gesetzlich ist eine Unterscheidung von Tarifen aufgrund der Berufstätigkeit weder geboten noch untersagt.
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