24.11.2017
Stellungnahme IDD-Umsetzungsverordnung

Verordnungsentwurf bringt ausstehende Klarstellung

Der Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) bringt die noch ausstehenden Anforderungen an Versicherungsvermittler. In der Verordnung soll unter anderem konkretisiert werden, wie die Weiterbildung in der Branche erfolgen soll. Besonders hier sieht der GDV Änderungsbedarf.

Das BMWi hat am 23.10.2017 den Entwurf für eine Verordnung zur Umsetzung der IDD vorgelegt. In einem ersten Schritt hatten interessierte Kreise die Möglichkeit, Stellung zu dem Entwurf zu beziehen. Der Verordnungsentwurf muss noch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und dann dem Bundestag zugeleitet werden. Auch der Bundesrat muss der Verordnung zustimmen.

Positionen des GDV zu wesentlichen Inhalten des Verordnungsentwurfs

Der Entwurf findet in vielen Punkten wirksame und gleichzeitig pragmatische Lösungen. Zum Beispiel werden verschiedenste Lernformen und –formate berücksichtigt. Wichtig ist der Branche, dass die Vorgaben nicht zu unverhältnismäßiger Bürokratie führen. Bei den Vorgaben für die Weiterbildung überzeugt der vorgelegte Entwurf jedoch nicht.

Kritisch sieht der Verband vor allem:

  • verpflichtende Lernerfolgskontrollen für jede einzelne Weiterbildungsmaßnahme,
  • jährlich abzugebende, detaillierte und formalisierte Erklärungen über die erfolgte Weiterbildung gegenüber den Industrie- und Handelskammern,
  • inhaltliche Beschränkung von Weiterbildung auf das Raster der Sachkundeprüfung für Vermittler, die Voraussetzungen für die Zulassung ist und
  • starre, formalisierte Vorgaben für die Planung und Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen.

Die Verordnung legt den Fokus auf die Verwaltung der Weiterbildung und lässt dabei den notwendigen Spielraum für die zugelassenen Lernformen und –formate vermissen. Die Branche hat – ohne gesetzlichen Druck – mit der freiwilligen Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ nachdrücklich unter Beweis gestellt, wie wichtig Weiterbildung ist und dass sie aus eigenem Antrieb in professionelle und qualitative Beratung investiert. Ein starres Korsett detaillierter administrativer Vorgaben wäre der falsche Weg zum richtigen Ziel.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Downloadbereich.

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Stellungnahme

zur IDD-Umsetzungsverordnung

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