12.09.2017
Statistisches Taschenbuch 2017

Erstmals über 430 Millionen Versicherungspolicen

Die deutschen Erstversicherungsunternehmen hatten zum Jahresende 2016 gut 431 Millionen Versicherungsverträge im Bestand – rund zwei Millionen mehr als zwölf Monate zuvor. Die Beitragseinnahmen stiegen leicht auf gut 194 Milliarden Euro, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Statistischen Taschenbuch 2017.

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg der Vertragsbestand auf 307,9 Millionen (2015: 304,3 Millionen), in der privaten Krankenversicherung auf 33,9 Millionen (2015: 33,6 Millionen). Demgegenüber gab es in der Lebensversicherung einen Rückgang um 700.000 auf 89,3 Millionen Policen. Diese Entwicklung ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass 2016 viele Kapitallebensversicherungen fällig wurden, die 2004 vor Einführung der Ertragssteuerpflicht abgeschlossen worden waren. Nach Ablauf der zwölfjährigen Haltefrist bleiben Erträge aus diesen Verträgen steuerfrei.

Lebensversicherer zahlen knapp 88 Milliarden Euro aus

An ihre Kunden zahlten die Lebensversicherer im vergangenen Jahr rund 87,7 Milliarden Euro aus. Inklusive der Ersparnisbildung für künftige Verpflichtungen beliefen sich die Versicherungsleistungen auf gut 115 Milliarden Euro (2015: 116,5 Milliarden Euro). Die Schaden- und Unfallversicherer leisteten knapp 49,3 Milliarden Euro für die Versicherten (2015: 48,1 Milliarden Euro). Leistungsdaten der privaten Krankenversicherung liegen noch nicht vor.

Die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen im vergangenen Jahr auf rund 66,3 Milliarden Euro (2015: 64,4 Milliarden Euro), in der Lebensversicherung standen 2016 Brutto-Beiträge von rund 90,8 Milliarden Euro zu Buche (2015: 92,7 Milliarden Euro). Die privaten Krankenversicherer nahmen Prämien im Volumen von rund 37,3 Milliarden Euro ein (2015: 36,8 Milliarden Euro).

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Viele weitere Informationen zur deutschen Versicherungswirtschaft gibt das aktuelle Statistische Taschenbuch – von der Geschäftsentwicklung in der Lebens-, Private Kranken-, sowie Schaden-/Unfallversicherung über den internationalen Vergleich der Versicherungsmärkte bis hin zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld der Versicherer. Damit ist es ein wertvolles Nachschlagewerk für alle, die sich anhand „harter“ Zahlen einen Überblick über die deutsche Versicherungswirtschaft und deren wirtschaftliches Umfeld verschaffen wollen.

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Statistisches Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2017

Inhalt:
• Versicherungswirtschaft insgesamt
• Lebensversicherung
• Private Krankenversicherung
• Schaden- und Unfallversicherung
• Rückversicherung
• Gesamtwirtschaftliche Daten
• Sozialstatistische Daten
• Internationale Vergleichszahlen

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