31.08.2017
POSITIONEN - Zahlen, bitte!

Schnelle Schadenregulierung

Das Klischee vom knauserigen Versicherer ist falsch. Das zeigen die Schadenregulierungszahlen aus dem kommenden POSITIONEN-Magazin 3_2017.

Wer heute einen Schaden bei seiner Versicherung meldet, stellt fest, das geht meist unkompliziert. Neben den klassischen Wegen per Brief oder Telefon funktioniert das immer häufiger auch online – per Mausklick oder App. Notwendige Daten, Dokumente und Schadenbilder gehen digital an den Versicherer. Immer öfter kann der Kunde auch den Stand der Bearbeitung seines Schadens online genau verfolgen. Das macht es dem Kunden einfacher. Aber auch dem Versicherer hilft es, Schäden noch schneller zu bearbeiten und zu regulieren. Genau das ist sein Ziel, denn es schafft zufriedene Kunden und ist ökonomisch sinnvoll. Zahlen belegen: Fast immer wird reibungslos reguliert. Das Klischee vom knauserigen Versicherer ist falsch. Allein in der Schaden- und Unfallversicherung werden pro Jahr 23 Millionen Schadenfälle bearbeitet. Im Vergleich dazu ist die Anzahl von etwa 9.000 Beschwerden beim Versicherungsombudsmann zur Schaden- und Unfallversicherung vergleichsweise gering.

Nur 0,7 Prozent aller Schadenfälle klärt ein Gericht. Mehr als die Hälfte der Verfahren entscheiden Gerichte zugunsten des Versicherers, in einem Viertel der Urteile unterliegt der Versicherer und fast genauso viele enden in einem Vergleich. Insgesamt rund 50 Milliarden Euro im Jahr leisten die Schaden- und Unfallversicherer.

Versicherer sind zuverlässig

In der Lebensversicherung umfassen die jährlichen Leistungen inklusive Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen sogar rund 115 Milliarden Euro. Davon zahlen Berufsunfähigkeitsversicherer 3,6 Milliarden Euro. Sie entscheiden über rund 62.500 Fälle im Jahr. Die Fakten hier: Nur zwei Prozent davon landen vor Gericht – die Hälfte davon enden in einem Vergleich, in 35 Prozent der Urteile entscheiden die Gerichte zugunsten der Versicherer und in 15 Prozent unterliegt der Versicherer. In über Dreiviertel der eingereichten Leistungsanträge wird ein Leistungsfall festgestellt. In nur sechs Prozent der Anträge schalten Versicherer externe Gutachter ein und holen sich damit zusätzliche Expertise ins Haus. Die Bilanz zeigt, dass Kunden auf die Zuverlässigkeit ihres Versicherers vertrauen können. Der Versicherer muss sorgfältig berechtigte von unberechtigten Ansprüchen trennen. Schließlich tragen alle Kunden die Schäden und Leistungen mit ihren Beiträgen.


Die Grafik ist der Ausgabe 3_2017 des GDV-Verbandsmagazins POSITIONEN entnommen, die am 5. September erscheint.