11.08.2017
Statistik zum Versicherungsvertrieb

Kunden versichern Auto häufiger online

Wenn Kunden eine Versicherung im Internet kaufen, handelt es sich meist um eine Kfz-Versicherung. Das zeigt die Vertriebswegestatistik 2016, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vorgestellt hat. Dennoch und nicht nur, wenn es ums Auto geht: Die persönliche Beratung ist die Nummer eins im Kundenkontakt.

In der Kraftfahrzeug-Versicherung kam nach Beitrag im vergangenen Jahr ein knappes Fünftel (18,5 Prozent) des Neugeschäfts aus dem Direktvertrieb oder über Vergleichsportale. Damit setzt sich dort der Trend der Vorjahre deutlich fort (2015: 17,9 Prozent, 2014: 16,3 Prozent).

Auch in der Schaden-/Unfallversicherung insgesamt ist der Anteil der Direktabschlüsse mit 13,9 Prozent (2015: 13,6 Prozent) im Vergleich zu anderen Versicherungssparten überdurchschnittlich hoch.

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Klassische Vertriebswege dominieren

Die weitaus meisten Kunden vertrauen beim Abschluss ihrer Versicherungen jedoch weiterhin auf den Rat eines Vermittlers. Dabei schließt das eine das andere nicht aus. „Die Digitalisierung des Versicherungsvertriebs hat auch die klassischen Vertriebswege erreicht, sagt Elisabeth Stiller, Leiterin Vertrieb beim GDV. „Viele Vermittler nutzen für die Kommunikation mit ihren Kunden selbstverständlich soziale Netzwerke und Messenger-Apps. Diese Dimension der Digitalisierung bildet eine reine Abschluss-Statistik nicht ab.“

In der Lebensversicherung und in der Krankenversicherung entfallen über 90 Prozent des Neugeschäfts auf Einfirmenvermittler, Makler oder Mehrfachvertreter. In diesen Zahlen ist auch der Vertrieb von Versicherungen über Banken oder Sparkassen berücksichtigt, weil sie als Einfirmen- oder Mehrfachvertreter tätig sind. Relevant ist der Vertrieb über Kreditinstitute insbesondere in der Lebensversicherung: Gemessen an der Beitragssumme wird knapp 20 Prozent des Neugeschäfts über Kreditinstitute abgeschlossen.