18.07.2017
Private Vorsorge

Berufsunfähigkeit – Wachsende Leistungen und mehr Policen

Private Berufsunfähigkeitsversicherungen haben im vergangenen Jahr rund 3,59 Milliarden Euro an Versicherte ausgezahlt. Im Vergleich zu 2015 stiegen die Renten- und Kapitalleistungen um 4,5 Prozent, dies zeigt eine aktuelle Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Auch die Anzahl der bestehenden Verträge zur Absicherung von Invaliditätsrisiken entwickelte sich im vergangenen Jahr positiv: Mit 4,26 Millionen Hauptversicherungen gegen Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit gab es zum Jahresende 2016 rund 5,5 Prozent mehr Policen im Bestand als zum Vorjahresstichtag. Der laufende Jahresbeitrag legte sogar um 8,5 Prozent auf rund 3,75 Milliarden Euro zu. Die versicherte Summe erhöhte sich gegenüber 2015 um 7,1 Prozent auf 637,6 Milliarden Euro.

Beitragsplus auch in der Zusatzversicherung

Bei den Zusatzversicherungen gab es 2016 ein leichtes Beitragsplus um 0,9 Prozent auf rund 5,28 Milliarden Euro. Die Zahl der Zusatzpolicen im Bestand sank allerdings um 2,3 Prozent auf 12,61 Millionen.

Die Zusatzversicherung kann nur in Kombination mit einer Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen werden. Die Leistung aus der Zusatzversicherung soll vor allem sicherstellen, dass Versicherte ihre Beiträge zur Lebensversicherung auch dann bezahlen können, wenn sie berufsunfähig werden. Die Zusatzversicherung kann auch die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente umfassen.

Die Haupt- oder auch selbstständige Versicherung gegen Berufsunfähigkeit ist eine reine Risikoversicherung. Versicherte zahlen eine monatliche Prämie, deren Höhe sich aus dem Berufsunfähigkeitsrisiko und der gewünschten monatlichen Berufsunfähigkeitsrente errechnet.