09.02.2017
Fragen Sie Zunk – Valentinstag

Blumen vergehen – eine Lebensversicherung bleibt

Blumen und Schokoherzen sind die Klassiker, wenn es um einen Liebesbeweis zum Valentinstag geht. Nicht ganz so romantisch, aber mindestens genauso wichtig: der Versicherungsschutz für Paare – wie GDV-Versicherungsexperte Mathias Zunk erläutert. 

Herr Zunk, ich ziehe mit meiner neuen Liebe zusammen. Was geschieht mit der Hausratversicherung – im Zweifel haben wir ja zwei Verträge.
Mathias Zunk: Mit einem gemeinsamen Haushalt brauchen Sie natürlich nur eine Hausratversicherung. In der Regel können Sie den jüngeren Vertrag ohne Probleme kündigen. Achten Sie aber darauf, dass die Versicherungssumme auf die neue Wohnfläche angepasst wird. Damit Sie im Schadensfall nicht unterversichert sind, wählen Sie am besten das Pauschalmodell. Der Versicherer setzt dafür 650 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche an. Eine 80 Quadratmeter große Wohnung wäre demnach mit 52.000 Euro versichert.

Können wir die Privathaftpflichtversicherung auch zusammenlegen?
Zunk: Ja, auch in der Privathaftpflichtversicherung können unverheiratete Paare ihre Policen zusammenlegen. Wie bei Hausrat wird in der Regel der Vertrag mit den älteren Rechten weitergeführt. Der Partner ist automatisch in der noch verbliebenen Versicherung mitversichert. Wenn Sie bislang als Single versichert waren, stellen Sie dann auf eine Familienhaftpflichtversicherung um.

Mathias Zunk
Versicherungsexperte

0800 33 99 399 (kostenlos)

Der gelernte Versicherungskaufmann beantwortet Ihnen gerne Ihre Fragen rund um Vorsorge und Versicherungen.

Unverheiratete Paare haben ja zum Beispiel keinen Anspruch auf die Witwenrente.  Wie können wir uns gegenseitig absichern, um im Todesfall nicht vor dem finanziellen Ruin zu stehen?
Zunk:
Blumen vergehen, aber eine Risikolebensversicherung schützt. Mit einer solchen Police sichern sich Paare finanziell für den Todesfall ab. Sie sollten aber darauf achten, dass möglichst keine Erbschaftssteuer anfällt. Mein Tipp: Versichern Sie sich über Kreuz. Das heißt, Sie versichern Ihren Partner und er versichert Sie – verstirbt nun einer von Ihnen, tritt kein Erbfall ein, also wird auch keine Erbschaftssteuer fällig.

Eine abschließende Frage zur gesetzlichen Krankenversicherung. Ist dort auch eine Zusammenlegung möglich?
Zunk: Es gibt in der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit einer beitragsfreien Mitversicherung. Diese gilt aber nur für Verheiratete. Bei unverheiratet zusammenlebende Paare muss nach wie vor jeder der Partner für sich krankenversichert sein.