11.01.2017
Verbrauchertipps

So vermeiden Sie Leitungswasserschäden bei Frost

Wenn Wasserleitungen bei starken Frost aufplatzen, wird es für Hausbesitzer und Mieter ungemütlich: Die betroffenen Räume werden unbewohnbar, Möbel unbrauchbar, Schimmelschäden können die Folge sein. Vorbeugen zahlt sich hier aus: Mit diesen Tipps lassen sich Leitungswasserschäden vermeiden.

Leitungswasserschäden haben vor allem zwei Ursachen:

  1. Überalterte Leitungssysteme
  2. Frost im Winter

Gerade im Winter sollten deshalb Hausbesitzer und Mieter darauf achten, dass Leitungen nicht zufrieren. So gelingt das am besten:

1. Wasserleitungen im Freien abdrehen

Leitungen im Außenbereich und in selten genutzten Räumen am besten entleeren und die Wasserzapfstellen absperren.

2. Ausreichend Heizen

Das wirksamste Frostschutzmittel für Wasserrohre ist Wärme. Beheizen Sie alle Räume und Gebäudeteile, in denen sich Wasserleitungen befinden – auch wenn Sie einzelne Räume nicht regelmäßig nutzen.

Die Frostschutzstellung am Heizkörperventil schafft nur bedingt Sicherheit: Der so genannte Frostwächter sorgt lediglich dafür, dass der Heizkörper nicht einfriert. Rohre, die entfernt vom Heizkörper verlegt sind, werden dadurch nicht geschützt. Drehen Sie das Ventil also nie vollständig zu.

3. Kontrollieren Sie die Wasserleitungen

Eingefrorene Leitungen erkennt man zum Beispiel daran, dass kein Trinkwasser aus der Leitung kommt.

4. Schließen Sie die Fenster

Vor allem im Keller sollten die Fenster über den Winter nicht geöffnet bleiben.

5. Professionelle Wartung

Überlegen Sie sich, ob Sie Ihre Wasserinstallationen durch einen Fachmann regelmäßig warten lassen möchten: Eine Investition, die sich auch unter Energie- und Umweltgründen bezahlt macht.

Leitungswasserschäden in Zahlen

Leitungswasserschäden sind bei den Wohngebäude- und Hausratversicherern ein enormer Kostenfaktor. Aufwand und Kosten für Trocknung und Renovierung sind in solchen Fällen hoch. Im Jahr 2015 leisteten sie mehr als 2,6 Milliarden Euro für 1,3 Millionen geplatzte Wasserrohre.

Welche Räume sind besonders gefährdet?

Vor allem Räume und Gebäudeteile, die selten genutzt werden, sind besonders anfällig für Leitungswasserschäden:

  • Nicht beheizte Wohnräume wie Gäste- und Arbeitszimmer, Keller, Vorrats- oder Abstellräume und im Gäste-WC
  • Räume mit undichten Fenstern
  • Ferienwohnungen
  • Immobilien zum Verkauf

 

Wie sind Leitungswasserschäden versichert?

  1. Mit einer Wohngebäudeversicherung schützen Sie Ihr Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände. Das kann ein fest verklebter Teppichboden oder die Einbauküche sein. Aber auch Zentralheizungsanlagen und Sanitärinstallationen zählen dazu.
  2. Mit einer Hausratversicherung versichern Sie Ihren kompletten Hausrat (z. B. Möbel, Gardinen, Schrankinventar bis hin zu Elektrogeräten und Computer).

Alle Informationen als Download

Kleines Leck, großer Schaden
 
Wie Sie Frostschäden vermeiden und was zu tun ist, falls Sie doch einmal bis zum Knie im Wasser stehen, darüber informiert der GDV-Flyer.

Der Flyer kann in Einzelexemplaren kostenlos unter kommuniktion@gdv.de bestellt werden. Die digitale Version als PDF gibt es auf GDV.DE.