20.12.2016
Kolumne Anschlag in Berlin

Dem Hass trotzen – mehr denn je

Wir sollten – wir dürfen aus Furcht vor dem Terror nicht mit unseren Werten, Bräuchen und Traditionen brechen. Die Kolumne des Vorsitzenden der GDV-Geschäftsführung Jörg von Fürstenwerth.

Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern und ihren Angehörigen, wir sind schockiert und trauern.

Wir müssen dem Hass trotzen – mehr denn je. Für eine offene Gesellschaft eintreten und unsere Werte verteidigen und konsequent vorleben.

Auch 2016 war ein Jahr des Terrors: Paris, Nizza, Brüssel – die Bilder lösen Verzweiflung, Wut und Angst aus. Die Solidarität, die Deutschland aus aller Welt und dem vereinten Europa erreicht, tut gut und lässt hoffen. Wir sollten – wir dürfen aus Furcht vor der Terrorgefahr nicht mit unseren Bräuchen und Traditionen brechen.

Schon der schreckliche Angriff auf die belgische Hauptstadt war auch eine Attacke auf die Idee eines vereinten Europas. Ich und viele meiner Mitarbeiter sind regelmäßig in Brüssel, der GDV unterhält hier ein Büro – die Aufenthalte vor Ort werden nie mehr so sein wie früher.

Und jetzt Berlin. Wir wollen uns nicht von Attentätern vorschreiben lassen, wie wir unser Leben gestalten. Wir wollen gerade in diesen Zeiten der Bedrohung, des Hasses, des Terrors all denen, die zu den Mitteln des Mordes greifen, die Stirn zeigen.

Und genau deshalb wünsche ich Ihnen auch in diesem Jahr eine gesegnete Weihnacht und alles Gute für 2017!

Ihr
Jörg von Fürstenwerth

 
Jörg von Fürstenwerth