16.11.2016
Pkw-Schadenbilanz

Kaputte Scheiben kosten über 1,1 Milliarden Euro

Die deutschen Kfz-Versicherer haben im vergangenen Jahr für Bruchschäden an rund 2,2 Millionen Autoscheiben, Rückspiegeln und Scheinwerfern über 1,1 Milliarden Euro gezahlt. Glasbruch war damit wie im Vorjahr der mit Abstand häufigste Teilkasko-Schaden. Das geht aus der aktuellen Pkw-Schadenbilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Auf Platz zwei folgten die Naturgewalten: Stürme, Hagelschauer, Blitzschläge und Überschwemmungen führten im Jahr 2015 zu rund 296.000 Schäden an kaskoversicherten Pkw und verursachten Kosten in Höhe von 570 Millionen Euro. Noch teurer waren die 263.000 Wildunfälle, die mit 653 Millionen Euro zu Buche schlugen. Weiteren wirtschaftlichen Schaden in Höhe von fast 520 Millionen Euro richteten Kriminelle an Pkws an – in 117.000 Fällen stahlen sie Autoteile, in weiteren fast 19.000 Fällen gleich das ganze Fahrzeug.

Kaskoversicherte werden entschädigt

Die Teilkaskoversicherung schützt vor den finanziellen Folgen unter anderem von Glasbruch und Marderbissen, Kollisionen mit Haarwild sowie Schäden durch Naturgefahren, Feuer und Diebstahl. Weil die Teilkasko automatisch in der Vollkasko inbegriffen ist, erhalten auch Vollkaskoversicherte eine Entschädigung. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt haben Teilkasko-Schäden keinen Einfluss.