23.11.2016
Versicherungstag 2016

„Gefahren sehen und kalkulieren“

Die Menschen in Deutschland machen sich zunehmend Sorgen um die innere Sicherheit und empfinden eine wachsende Angst vor Terroranschlägen. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch in Berlin im Rahmen des Versicherungstages 2016 vorstellte.

„Unsere Aufgabe ist es, Gefahren zu sehen und zu kalkulieren“, sagte GDV-Präsident Alexander Erdland zur Eröffnung der Veranstaltung unter dem Motto „An der Schnittstelle zwischen Risiko und Sicherheit“. Neben der Bedrohung durch Terror sind es auch die ganz alltäglichen Risiken, die die Menschen hierzulande umtreiben. So nimmt zum Beispiel die Angst vor Einbruch und Diebstahl in der Wahrnehmung der Menschen eine ebenso große Bedeutung ein wie die Sorge vor Altersarmut. „Gerade vor diesem Hintergrund weisen wir die pauschale Verunglimpfung der Riester-Rente zurück“, sagte Erdland.
>> zur Rede (PDF).



„Riester kann mehr“, darin seien sich Versicherungswirtschaft und die Bundesregierung erfreulicherweise einig. Erdland begrüßte die Pläne der Regierung zur Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV) noch in dieser Legislaturperiode. Er sprach sich in diesem Zusammenhang jedoch ausdrücklich gegen das geplante Verbot von Garantien bei neuen bAV-Lösungen aus.

Einig waren sich Erdland und Gastredner Klaus Schwab, Gründer und Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), in der Analyse, dass die Veränderungsgeschwindigkeit der heutigen Zeit viele Menschen verunsichere. Schwab appellierte in diesem Zusammenhang an die Solidarität unter den Menschen. „Die Risikolandschaft wird sich grundlegend verändern. Doch trotz aller Risiken – es ist eine Zeit mit ungeheuren Chancen“, sagte Schwab.

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Präsentation

Ergebnisse der Allensbach-Umfrage

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