07.09.2016
Kolumne

Aus der Mitte der Gesellschaft

Wie ist die Stimmung unter den Leistungsträgern? Der GDV hat nachfragen lassen – bereits zum vierten Mal. Die Kolumne vom Vorsitzenden der GDV-Geschäftsführung Jörg von Fürstenwerth.

Früher konnte man gute politische Kommunikation an der Qualität ihrer Botschaften erkennen, heute ist selbst gute Einbahnstraßenkommunikation eine echte Gefahr. Wer in der Smartphone-Ära nicht weiß, wie die Adressaten von Kommunikation ticken, der hat fast schon verloren.

Wir haben es uns daher schon seit geraumer Zeit vorgenommen, mit Politik und Gesellschaft in einen intensiven Dialog zu treten, und wollen deshalb auch wissen, wie und was die Menschen im Land empfinden. Unsere Umfrage „Generation Mitte“, die unser Präsident Alexander Erdland und die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Prof. Renate Köcher, an diesem Donnerstag in Berlin vorstellen, ist ein Eckpunkt in diesem Dialog. Denn sie nimmt sich der Generation der Leistungsträger an, den mehr als 35 Millionen Menschen, die zwischen 30 und 59 Jahre alt sind und in der Regel mitten im Berufsleben stehen, die den Löwenanteil der steuerpflichtigen Einkünfte erzielen, die für die Sozialabgaben im Wesentlichen geradestehen, und nicht zuletzt diejenigen, die die Kinder in diesem Land erziehen.



Auf unsere Studie können wir ein wenig stolz sein, denn es ist bereits das vierte Mal, dass wir mithilfe der Demoskopen vom Bodensee dieser Generation Mitte „den Puls fühlen“. Wenn Sie so wollen, dann ist die Studie eine Art Markenzeichen auch des GDV geworden.

Und ohne zu viel zu verraten: Wir sehen auch in der vierten Auflage, wie sehr es sich lohnt, der mittleren Generation Aufmerksamkeit zu schenken. Sie hat auf unsere Fragen – auch zu komplexen Themen wie Zuwanderung und sozialer Gerechtigkeit – sehr differenzierte und oft auch sehr kluge Antworten gegeben.

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Im vorigen Jahr konnten wir eine wirklich überraschend positive Stimmung im Lande diagnostizieren, das fand auch in den Medien sehr großen Widerhall. Die Fragen hatten wir allerdings noch vor der Flüchtlingskrise gestellt. Wie sich das Bild wohl verändert hat? Welche Bedeutung die Themen Kriminalität und Sicherheit bekommen haben? Und wie schaut es um den Dauerbrenner Altersversorgung aus? Welche Spuren hat da die Debatte um die Zukunft der Rente hinterlassen?

Das alles und noch viel mehr kommt am Donnerstag in den Räumen der Bundespressekonferenz zur Sprache. Ich bin sehr gespannt auf die Stimmungen und Positionen der „Generation Mitte“ im Jahr 2016.

Ihr
Jörg von Fürstenwerth

 
Jörg von Fürstenwerth