31.08.2016
Interview

Regionalklassen 2017 – Das verändert sich in Ihrer Region

Geht es um die Berechnung des Kfz-Versicherungsbeitrags, spielt dabei auch die Regionalklasse des Autos eine Rolle. Diese Regionalklassen werden jedes Jahr neu vom GDV berechnet, dabei fließen verschiedene statistische Werte ein. In welchen Regionen es die größten Veränderungen bei den Regionalklassen 2017 gibt, erklärt Stephan Schweda im Interview.

Über 400 verschiedene Zulassungsbezirke und damit auch Regionalklassen gibt es in Deutschland. Diese werden in Kfz-Haftpflicht, Kasko- und Vollkaskoversicherung eingeteilt. Warum eigentlich?
Stephan Schweda: „Es wird nicht überall gleich gefahren. Das heißt, das Risiko in einer Großstadt, möglicherweise einen Unfall zu bauen, ist größer als auf dem Land. Und das kann sich auch im Versicherungsbeitrag bei jedem einzelnen Autofahrer widerspiegeln. Das heißt, wir versuchen hier möglichst dicht an das Risiko jedes Autofahrers heranzukommen. Und deswegen machen wir uns die Mühe, diese Einteilung eben in die Regionalklassen.“


Radiobeitrag: Regionalklassen 2017

Neben der Zahl der Unfälle in einem Zulassungsbezirk ist für die Höhe der Regionalklasse ebenfalls wichtig, wie viele Fahrzeugdiebstähle und Einbrüche es gibt.
Stephan Schweda: „Dann spielt das Wetter eine Rolle. Es können also Hagelschäden eine Rolle spielen aber auch Wildunfälle. Und das alles fließt in die Regionalklasse ein. Kommt es tendenziell zu mehr Unfällen, dann geht die Regionalklasse eher nach oben. Kommt es zu weniger Unfällen, dann geht sie nach unten.“

Darüber können sich 6,3 Millionen Autofahrer freuen, deren Regionalklasse sinkt. Bei 4,8 Millionen Fahrern steigt sie dagegen.
Stephan Schweda: „Die höchste Schadenbilanz haben dieses Mal die Autofahrer in Offenbach am Main. Besonders günstig ist es für die Autofahrer in Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt kann man sagen, dass in Städten die Schadenbilanz eher etwas ungünstiger ist und im Norden ist es eher etwas günstiger als in Süddeutschland.“

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