08.08.2016
Makro und Märkte kompakt

Geldpolitik nicht aus der Verantwortung entlassen

Angesichts steigender Stabilitätsrisiken auf den Finanzmärkten analysieren wir die Potenziale, aber auch die Grenzen des neu errichteten makroprudenziellen Aufsichtsrahmens. Dabei wird deutlich, dass die systematische Überwachung des gesamten Finanzsystems unverzichtbar ist, zur Sicherung dauerhafter Finanzstabilität alleine aber nicht ausreicht. Auch die Geldpolitik muss die Finanzstabilität bei ihren Handlungen berücksichtigen.

– Mit der zunehmend extremeren Geldpolitik der EZB sind steigende Risiken und Nebenwirkungen verbunden – sie droht, mittlerweile selbst zu einem der wichtigsten Stabilitätsrisiken zu werden.

– Damit wird eine immer größere Verantwortung auf die makroprudenzielle Aufsicht übertragen, die seit der Finanzkrise stark ausgebaut wurde.

– Die Wirksamkeit der makroprudenziellen Aufsicht ist in der Praxis allerdings noch kaum erprobt. Trotz aller Fortschritte sind zahlreiche grundsätzliche Fragen offen. Hinzu kommt, dass einige der wichtigsten Stabilitätsrisiken makroprudenziellen Instrumenten nicht zugänglich sind.

– Die Sicherung der Finanzstabilität bleibt daher eine übergreifende Aufgabe. Auch die Geldpolitik muss hier ihren Beitrag leisten.

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