29.06.2016
GDV-Stellungnahme

Neuer „Schimmelleitfaden“ des Umweltbundesamtes

Der neue „Schimmelleitfaden“ des Umweltbundesamtes könnte künftig als wertvolle Orientierungshilfe für die Schimmelpilzsanierung nach Leitungswasserschäden dienen. Denn er bietet aus Sicht des GDV die Chance, viele bestehende Unklarheiten zu dem Thema zu beseitigen. Das Umweltbundesamt könnte deshalb mit seinem Leitfaden dazu beitragen, Konflikte rund um die Behebung von Schimmelpilzschäden in der Praxis zu vermeiden. Einige wesentliche Aspekte des Leitfadens sieht der GDV jedoch kritisch.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat Ende Februar 2016 den Entwurf für einen neuen „Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (Schimmelleitfaden)“ zur öffentlichen Diskussion auf seine Internetseite gestellt. Er soll die bisherigen Schimmelpilzleitfäden des UBA aus den Jahren 2002 und 2005 ersetzen.

Der GDV befürwortet grundsätzlich den neuen Leitfaden. Denn dieser könnte dazu beitragen, bestehende Unklarheiten zu beseitigen und dadurch Konflikte rund um die Behebung von Schimmelpilzschäden in der Praxis zu vermeiden.

Aber auch der Entwurf des neuen Schimmelleitfadens ist an manchen Stellen in sich widersprüchlich und wird in den Fachgremien des GDV in einigen wesentlichen Punkten kritisch gesehen. Dies betrifft u. a. die sehr pauschale Ablehnung der Desinfektion als Sanierungsmaßnahme, die geforderte Akkreditierung für Untersuchungsinstitute und die Ausdehnung des Schimmel-Begriffs auf alle Mikroorganismen. Diese UBA-Positionen sind aus Sicht der Versicherungswirtschaft nicht gut begründet. Und sie bergen erhebliche Kostenrisiken für die Behebung von Schimmelpilzschäden als Folgeschäden in der Leitungswasserversicherung.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.

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Stellungnahme

zum Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes

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