11.05.2016
Stellungnahme

GDV-Position zum Höchstrechnungszins 2017

Im Fall einer Absenkung des Höchstrechnungszinses auf 0,9 % plädiert der GDV dringlich für eine Änderung frühestens zum 1. Juli 2017. Gleichzeitig sollte die Einführung der neuen Produktinformationsblätter für zertifizierte Altersvorsorgeprodukte auf denselben Zeitpunkt verschoben werden.

Auch wenn sich das Zinsumfeld in den letzten Jahren dramatisch verschärft hat, ist die vom Bundesministerium der Finanzen vorgesehene Absenkung des Höchstrechnungszinses auf 0,9 % zum 1. Januar 2017 zu kurzfristig. Aufgrund der umfassenden Änderungen am Tarifwerk durch eine Rechnungszinsänderung, der parallelen Einführung der neu geschaffenen Basisinformationsblätter gemäß PRIIP-Verordnung sowie der neuen Produktinformationsblätter für zertifizierte Altersvorsorgeprodukte (Basis- und Riester-Renten) wird eine längere Vorlaufzeit als 7 Monate benötigt.

Lebensversicherer erzielen nach Daten des GDV selbst in der momentanen Niedrigzinsphase noch eine Rendite bei der Neuanlage von Kundengeldern, die deutlich oberhalb der Renditen von Staatsanleihen höchster Bonität liegt. Daher ist eine schnelle Absenkung zum 1. Januar 2017 auch nicht notwendig.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Download-Bereich.