25.04.2016
Neue Studie

Mitversicherungsgemeinschaften sind effizient

Laut einer vom GDV in Auftrag gegebenen Studie führen Mitversicherungsgemeinschaften zu Effizienzen bei Produktion und Vertrieb von Versicherungen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat bei dem renommierten Ökonomieprofessor Prof. Dr. Roman Inderst eine Studie zu den ökonomischen Auswirkungen von Mitversicherungsgemeinschaften (MVG) in Auftrag gegeben. Erstmalig wird dort unter Zugrundelegung der einschlägigen ökonomischen Theorie der Zusammenhang zwischen diversen Strukturen der Risikoteilung bzw. des Risikotransfers und der erzielbaren Effizienzen untersucht. Die Studie ist unter dem Link am Ende der Seite frei zum Download verfügbar.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass auf der Grundlage des typischen Aufbaus von Mitversicherungsgemeinschaften erhebliche Effizienzen zu erwarten sind, die umso höher ausfallen, je enger sich die Zusammenarbeit innerhalb der Mitversicherungsgemeinschaften gestaltet. Andere Methoden der Risikoteilung (z.B. Maklerkonzepte) sowie des Risikotransfers, welche typischerweise nur ein geringeres Maß an Zusammenarbeit aufweisen, generieren demnach in der Regel auch geringere Effizienzen als Mitversicherungsgemeinschaften.

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob die geltende Gruppenfreistellungsverordnung für den Versicherungssektor (GVO), welche Mit- und Mitrückversicherungsgemeinschaften sowie die gemeinsame Statistikarbeit unter bestimmten Voraussetzungen vom Kartellverbot freistellt, verlängert werden sollte. Die GVO läuft am 31. März 2017 aus. Der GDV sieht die Studie in diesem Zusammenhang auch als konstruktiven Diskussionsbeitrag.

Studie zum Download

Efficiencies of Coinsurance Pools

Contents:

  • Introduction
  • The Economics and Business of Insurance
  • Economic Efficiencies: Background
  • Efficiency Gains of Co-Insurance Pools
  • Conclusion

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