20.04.2016
Hannover Messe 2016

So werden Schäden an Biogas- und Offshore-Windenergieanlagen verhindert

Knapp 9.000 Biogasanalagen gibt es derzeit in Deutschland. Sie können unabhängig von Sonne, Wind und Gezeiten Energie erzeugen und nach Bedarf ins Strom- oder Gas-Netz einspeisen. Biogasanlagen sind jedoch häufig von Störungen, Stillständen und Brand- und Maschinenbruchschäden betroffen. Bei fast jeder dritten Anlage kommt es einmal im Jahr zu einem Schaden – im Durchschnitt kostet so ein Schaden rund 16.000 Euro. Auf der Hannover Messe stellen die Technischen Versicherer einen Leitfaden „Biogasanalagen“ vor, der dabei helfen soll, Schäden zu verhindern.

Auf Basis von umfangreichen Schadenanalysen werden in dem Leitfaden „Biogasanlagen“ (VdS 3470) wichtige Hinweise für Betreiber, Planer und Errichter von Biogasanlagen gegeben, um Schäden zu vermeiden. Damit sollen Brand- und Maschinenbruchrisiken verringert und das Ausmaß von Schäden begrenzt werden. Schadenverhütung dient zum einem dem Sachschutz, soll aber auch dazu beitragen, längere Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.

In dem Leitfaden wird erklärt, was von der Auswahl, Planung und Errichtung über die Organisation bis hin zum Betrieb und Instandhaltung einer Biogasanlage zu beachten ist. Entscheidend ist dabei ist vor allem auch eine ordnungsgemäße Wartung der Anlagen, was nur durch eine besondere Schulung der Betreiber möglich ist.

VdS-Schadenverhütungskonzepte


In der Publikation Offshore-Windenergie werden die offshore-typischen Gefahren und Risiken identifiziert, analysiert und bewertet.Download (PDF)

In der Publikation Biogasanlagen geben die Versicherer HInweise zur Schadenverhütung für Betreiber, Planer und Errichter.Download (PDF)

Offshore-Windenergie

Auf der Hannover Messe stellen die Technischen Versicherer zudem einen Leitfaden Offshore-Windenergie (VdS 3522) vor, der sich an die Planer und Betreiber von Offshore-Windparks richtet. Dargestellt werden typische Schadenursachen, die beim Betrieb von Offshore-Windenergie-Anlagen auftreten können. Ziel der vorgestellten Maßnahmen ist es, die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß eines Schadens, z. B. eines Brand- oder Maschinenschadens, zu verringern. In Bezug auf den Brandschutz stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:

  • Verringerung der Brandentstehungsgefahren
  • Begrenzung der Ausbreitung von Feuer und Rauch im Brandfall
  • Wirksame Branderkennung und Brandbekämpfung

 
Beim Schutz der Maschinen ist Offshore besonders zu beachten:

  • Ausreichende Standfestigkeit, u. a. Schutz gegen Naturgefahren, Korrosion, Kolken
  • Sicherstellung der Betriebssicherheit und Verfügbarkeit von Anlagen, u. a. durch die Bereitstellung der Notstromversorgung
  • Gezielte Fernüberwachung können zudem Schäden ggf. erkennen und vermeiden helfen
  • Durch eine vorbeugende Instandhaltung können ungeplante Anlagenstillstände vermieden werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Offshore-Anlagen z. T. nur schwer zugänglich sind.

Ziel ist es, eine möglichst störungsfreie Energieerzeugung sicherzustellen, um damit einen effektiven Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten.

Hier finden Sie uns auf der Hannover Messe 2016

GDV-Stand
Halle 27 Stand H 29
Messegelände Hannover
30521 Hannover
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Über die Hannover Messe 2016

Die Hannover Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse, die in diesem Jahr vom 25. bis 29. April 2016 stattfindet. Die zentralen Themen der Hannover Messe 2016 sind Industrieautomation und IT, Digitale Fabrikation, Energie- und Umwelttechnologien, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung.

Artikelfoto: Deutsche Messe/ Rainer Jensen