09.02.2016
Karneval

Wie Schäden durch abgesagte Rosenmontagsumzüge versichert sind

Sturmtief Ruzica hat den Narren in Mainz, Düsseldorf und weiteren Städten am Rosenmontag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zahlreiche Umzüge mussten wegen des Unwetters abgesagt werden. Mit einer entsprechenden Ausfallversicherung sind die Veranstalter der Rosenmontagsumzüge finanziell auf der sicheren Seite.

Nach der Absage mehrerer Rosenmontagszüge sind die finanziellen Folgen noch nicht vollständig absehbar. Das Comitee Düsseldorfer Carneval schätzt nach Medienberichten den Schaden allein in der NRW-Landeshauptstadt auf rund eine Million Euro. Die Düsseldorfer Jecken haben sich laut eigener Aussage in diesem Jahr zum ersten Mal gegen einen Ausfall des Umzugs versichert.

Wetterbedingte Ausfälle sind versicherbar

Die meisten Veranstalter hatten sich in diesem Jahr gegen die Gefahr eines Terroranschlages versichert, aber nicht gegen den kompletten Ausfall des Umzuges. Das finanzielle Risiko, dass ein Rosenmontagsumzug wetterbedingt abgesagt werden muss, kann mit einer Veranstalterausfallversicherung abgesichert werden – ähnlich wie bei großen Sportveranstaltungen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen.

Versichert sind Vermögensschäden, wenn die Veranstaltung abgesagt, verschoben und nur eingeschränkt möglich ist. Dazu gehören etwa die Kosten für Dienstleister, die vom Veranstalter beauftragt wurden. Dazu zählen beispielsweise das Sicherheitspersonal, die Müllbeseitigung, Sanitätsversorgung oder Cateringfirmen. Je nach Ausgestaltung der jeweiligen Sponsoringverträge werden auch nicht gezahlte Sponsorengelder von der Ausfallversicherung übernommen. Sollten die Rosenmontagsumzüge nachgeholt werden, können die Kosten für eine Neuplanung ebenso versichert werden wie die Anschaffung neuer Kamelle.