28.01.2016
Überschussdeklaration 2016

Verzinsung der Rentenversicherung bleibt überdurchschnittlich

Rentenversicherungen bieten weiterhin eine höhere Verzinsung als andere, vergleichbar sichere Sparanlagen – auch wenn das extrem niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt erwartungsgemäß Spuren hinterlässt. Das zeigt die aktuelle Studie der Ratingagentur Assekurata zur Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung.

Demnach erreicht die laufende Verzinsung der Sparbeiträge einer 2016 neu abgeschlossenen Rentenversicherung durchschnittlich 2,86 Prozent – das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als 2015. Die Gesamtverzinsung, die sich aus laufender Verzinsung sowie der Beteiligung an Schlussüberschüssen zum Ende der Sparphase zusammensetzt, beläuft sich 2016 im Durchschnitt auf 3,56 Prozent gegenüber 3,87 Prozent im Vorjahr.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Verzinsung einer Anleihe der Bundesrepublik Deutschland mit zehnjähriger Laufzeit lag 2015 bei lediglich 0,6 Prozent. Hinzu kommt, dass Renten- und Lebensversicherungen weit mehr bieten als ein Sparplan: Die Lebensversicherung kombiniert als einziges Produkt den Aufbau einer Altersvorsorge mit festen Garantiezusagen, der Absicherung lebenslanger Renten und dem Schutz von Hinterbliebenen im Todesfall.

Gut zu wissen

  • Die Gesamtverzinsung der Sparbeiträge einer Lebensversicherung setzt sich aus dem Höchstrechnungszins, (dem sogenannten Garantiezins), der jährlich gut geschriebenen Überschussbeteiligung sowie gegebenenfalls einem Schlussüberschuss zusammen. Garantiezins und jährliche Überschussbeteiligung werden auch als laufende Verzinsung bezeichnet.
  • Die laufende Verzinsung wird jedes Jahr vom Versicherer festgelegt („deklariert“) und dem jeweiligen Vertrag im folgenden Geschäftsjahr gutgeschrieben. Durch die Deklaration erwerben die Kunden einen unwiderruflichen Anspruch – das Geld ist ihnen somit Jahr für Jahr sicher.
  • Der erzielte Überschuss eines Jahres muss aber nicht sofort vollständig an die Versicherungsnehmer ausgeschüttet werden. Vielmehr kann der Versicherer einen Teil des Überschusses als Reserve für die Kunden zurücklegen. Bei Vertragsende wird aus dieser Reserve ein Schlussüberschuss gut geschrieben.