29.01.2016
Produktaufsicht und Produktgovernance

Aufwendige Doppelumsetzung vermeiden, praxisgerechte Ausgestaltung sicherstellen

Im Zuge der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) werden Vorgaben zur unternehmensinternen Produktaufsicht- und Produkt-Governance (POG) eingeführt. Die Europäische Kommission ist ermächtigt, Details in delegierten Rechtsakten festzulegen. Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) strebt dennoch an, vorgreifend POG-Vorbereitungsleitlinien für Hersteller und für Vermittler herauszugeben.

Die deutsche Versicherungswirtschaft erachtet Produktprüfungsprozesse grundsätzlich für ein wichtiges Instrument. Sie setzt sich für eine effektive unternehmensinterne Produktbegleitung und für Vertriebsstrategien ein, die den Verbraucherbedürfnissen angemessen Rechnung tragen. POG-Vorbereitungsleitlinien im Vorgriff auf delegierte Rechtsakte der Kommission und weitere Vorgaben der IDD stoßen jedoch auf grundlegende Bedenken. Es droht eine aufwendige Doppelumsetzung.

In inhaltlicher Hinsicht ist eine praxisgerechte Ausgestaltung unter konsequenter Beachtung des Proportionalitätsprinzips wichtig. Es muss klar sein, dass eine allgemeine Preiskontrolle durch die Aufsicht oder detaillierte Vorgaben für die Produktgestaltung nicht intendiert sind.

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Stellungnahme

Aufwendige Doppelumsetzung vermeiden, praxisgerechte Ausgestaltung sicherstellen

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