25.08.2015
Podcast

Typklassen 2016 – So wird Ihr Auto eingestuft

Wer sich ein Auto kauft, geht nicht nur nach dem Aussehen. Da stellen sich Fragen nach der Sicherheit, der Pannenstatistik, der Größe und der Ausstattung, nach dem Preis und auch nach den laufenden Kosten, zum Beispiel für Wartung und Versicherung. Wie viel die Versicherung für ein bestimmtes Auto kostet, richtet sich unter anderem nach der sogenannten Typklasse, in der das Fahrzeug ist. Und diese Typklassen werden jedes Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft neu ausgegeben. Grundlage bieten verschiedene statistische Werte aus dem Vorjahr. In welcher Typklasse Golf, Smart, C-Klasse und Co. 2016 sind, weiß Stephan Schweda vom GDV.

Update 06.09.2016: Typkklassen 2017

Die neue Typklassenstatistik 2017 finden Sie hier.

Herr Schweda, was sind die Typklassen?
Stephan Schweda: „Man muss sich vorstellen, in Deutschland gibt es insgesamt rund 26.000 verschiedene Fahrzeugmodelle. Aufgeteilt in Haftpflicht- und Kaskoversicherungen gibt es insgesamt 65 verschiedene Typklassen. Und die spiegeln im Grunde ja die Schaden- und Unfallbilanz, also das, was man im Jahr für diesen Fahrzeugtyp aufwenden muss, das spiegelt diese Typklassenstatistik wieder.“

Und welche Faktoren sorgen dafür, in welche Typklasse ein Fahrzeug eingestuft wird?
Schweda: „Um ein Fahrzeug in eine Typklasse einzuordnen, werden die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten statistisch erfasst und über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet. Das heißt, das ist also eine Drei-Jahres-Statistik, die wir hier jeweils rausgeben. Hat eben zum Beispiel ein Fahrzeug weniger Schäden, wird es in eine niedrigere Typklasse eingestuft, umgekehrt gehts genauso – also mehr Schäden geht’s dann nach oben. Bei der Haftpflichtversicherung haben vor allen Dingen die Fahrzeugart und die Fahrweise Einfluss auf die Typklasse. In der Kaskoversicherung kommen andere Faktoren dazu: Verkehrsunfälle, Diebstähle, Glasschäden, also alles Schäden, die über die Kaskoversicherung versichert sind.“


Podcast: Typklassen 2016
Dauer: 1:44

Welchen Einfluss hat die Typklasse auf den Versicherungsbeitrag?
Schweda: „Man muss wissen, insgesamt wird so ein Versicherungsbeitrag aus sehr unterschiedlichen Faktoren berechnet. Und einer davon ist eben die Typklasse. Da geht’s tatsächlich um mein Fahrzeug, das ich fahre. Weiterhin, wo wird das Auto gefahren? Wer fährt das Fahrzeug? Je günstiger die Typklasse ist, desto günstiger wirkt sich das natürlich auf den Gesamtbetrag aus. Ist die Typklasse höher, dann wird’s im Zweifel ein bisschen teurer.“

Wie ist die allgemeine Entwicklung für 2016?
Schweda: „Bei der Haftpflichtversicherung ändert sich für 70 Prozent der Fahrzeughalter nichts. 16 Prozent werden schlechter eingestuft, die übrigen 14 Prozent etwas besser. Wie genau die Umstufung also in der Haftpflichtversicherung und in der Kaskoversicherung aussehen, das kann man im Internet einfach unter typklassen.de nachschauen.“

Welche Autofahrer können sich freuen, welche nicht?
Schweda: „Bei den Kaskoversicherungen können sich alle freuen, die beispielsweise einen Opel Mokka 1,6 oder einen Suzuki Alto 1,0 oder einen Golf V Plus 2,0 FSI fahren. Die werden niedriger eingestuft. Etwas höher eingestuft wird der Range Rover Sport 3,0 TD. Hier spielt die Diebstahlrate eine Rolle. In der KfZ-Haftpflichtversicherung können sich die Fahrer eines BMW 420 D Coupé freuen. Skoda Octavia Combi 1,2 TSI – hier wird’s ein bisschen teurer.“