13.08.2015
Private Rentenversicherung

In der Gemeinschaft besser durch das Zinstief

Wer sich für eine private Rentenversicherung entscheidet, profitiert von der Absicherung in der Gemeinschaft: Die Rente ist nicht nur ein Leben lang garantiert, sondern auch höher als bei alternativen Rentenmodellen, beispielsweise einem Bankauszahlplan – vor allem bei niedrigen Zinsen.

Bei der privaten Altersvorsorge wollen die meisten Deutschen kein Risiko eingehen. Fast 70 Prozent wünschen sich eine lebenslang garantierte Rentenzahlung, wie eine Allensbach-Umfrage im Frühjahr 2015 ergab.

Verrentung von Kapital: Welche Möglichkeiten gibt es?

Wer sein Erspartes in eine Rente umwandeln will, hat verschiedene Möglichkeiten: Die einfachste Option ist die „ewige Rente“, bei der das Kapital sicher angelegt und nur der Zinsertrag verbraucht wird. Das Kapital selbst bleibt unangetastet und geht nach dem Tod des Rentners an die Erben.

Die zweite Option ist ein Auszahlplan. Für die Rente werden nicht nur die anfallenden Zinsen genutzt, sondern auch ein Teil der Ersparnisse. Daher ist bei einem Auszahlplan die monatliche Rente zwar höher als die „ewige Rente“, allerdings ist das Kapital auch irgendwann aufgebraucht. Da niemand weiß, wie lange er lebt, bleibt die Kalkulation unsicher: Bei einer zu kurz geschätzten Lebenserwartung wird zu viel entnommen und die Ersparnisse reichen nicht für eine lebenslange Rente.

Erspartes optimal genutzt

Mit einer privaten Rentenversicherung wird das ersparte Kapital hingegen für viele Rentner gemeinschaftlich genutzt. Der Einzelne bekommt eine lebenslange Rente, die sich aus drei Quellen speist: den Zinserträgen auf das eingesetzte Kapital, dem Kapitalverzehr sowie – bei einem längeren Leben – einem Anteil aus dem Restguthaben der Versichertengemeinschaft. Dieses Restguthaben entsteht durch die Kapitalanlagen der frühzeitig verstorbenen Versicherungsnehmer, deren Geld damit für die Rente der anderen frei wird.

Rendite-Check: Private Rentenversicherung überlegen

Gerade bei niedrigen Zinsen ist die private Rentenversicherung den beiden alternativen Anlagemöglichkeiten deutlich überlegen, wie der Rendite-Rechner zeigt. Bei einer Nettoverzinsung nach Kosten von beispielsweise 1,0 Prozent beläuft sich die „ewige Rente“ aus einem Kapital von 100.000 Euro auf gerade einmal 1.000 Euro pro Jahr. Bei einem Auszahlplan erreicht die Jahresrente 3.321 Euro – dabei reichen die Ersparnisse bis zum Alter von 100 Jahren. Mit einer privaten Rentenversicherung kommen Rentner hingegen auf 4.500 Euro. Und das ein Leben lang. Das Kapital für den Auszahlplan wäre bei einer Rente von 4.500 Euro bereits nach rund 25 Jahren aufgebraucht.


Rendite-Rechner für 100.000 € Kapital

1 Erwartete Rendite für Ihre Altersvorsorge einstellen:

%

2 Jährliche Rente ab dem 65. Lebensjahr:

Private Rentenversicherung (Zins & Verzehr & Restguthaben
aus Versichertengemeinschaft)

Auszahlplan
bis Endalter (z.B. Bankauszahlplan, Zins & Kapitalverzehr)

„Ewige Rente” (Reiner Zinsertrag, z.B. bei Festgeld)

3* Lebenserwartung nicht vergessen:

? der Frauen, ? der Männer werden im Schnitt älter!

Annahmen:
jährliche nachschüssige konstante Zahlung; Nettobetrachtung nach Kosten; Sterbetafeln ohne Sicherheitsmargen (Sterbetafel DAV 2004 R, 2. Ordnung)