18.03.2015
Schutzbrief

Günstiger Schutzbrief von Kfz-Versicherern kann ausreichen

(dpa) Wer bei einem Kfz-Schutzbrief vor allem auf die Pannenhilfe Wert legt, fährt mit den Angeboten der Versicherer meist günstiger als mit einem Automobilclub. Das berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 4/2015). Die Versicherungsleistungen seien in der Regel ausreichend. Allerdings bieten die teureren Autoclubs Zusatzleistungen wie die Tourenplanung für den Urlaub inklusive Landkarten, Rabattaktionen oder auch eine Zeitschrift. Verglichen wurden 77 Angebote von Versicherung und 8 von Autoclubs.

Die Experten von «Finanztest» empfehlen Fahrzeughaltern, zu prüfen, ob in ihrer Autoversicherung nicht sowieso schon ein Schutzbrief ohne Zusatzkosten enthalten ist, das sei manchmal der Fall. Ansonsten gibt es diesen meist für weniger als 20 Euro im Jahr dazu.

Beim Vergleich der Angebote ist es wichtig, die Leistungen im Detail zu prüfen. Von zweifelhaftem Nutzen ist laut dem Bericht zum Beispiel der Krankenrücktransport: Der sei zwar im Notfall sehr wichtig, aber auch in einer Reisekrankenversicherung enthalten, die für Auslandsurlauber selbstverständlich sein sollte. Außerdem zahlen einige Schutzbriefanbieter den Rücktransport nur, wenn er «medizinisch notwendig ist», also nur in sehr heiklen Fällen.
Kundenfreundlicher ist die Klausel «medizinisch sinnvoll».

Halter neuwertiger Autos kommen unter Umständen ganz ohne Autoclub oder Schutzbrief eines Versicherers aus, wenn der Fahrzeughersteller eine Mobilitätsgarantie bietet. Meist gilt die für ein bis zwei Jahre und verlängert sich teils nach einem Werkstattservice. Die Mobilitätsgarantie enthält in der Regel Pannenhilfe, Abschleppen, Mietwagen, Hotelübernachtungen, Fahrzeugrückholung und Weiterfahrt oder Rückreise per Bahn oder Flugzeug, berichtet «Finanztest».

Text: dpa Themendienst

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