22.01.2015
Geldpolitik

Das sagen Verbände und Politiker zum EZB-Ankaufprogramm

Die Europäische Zentralbank will sich mit milliardenschweren Staatsanleihenkäufen gegen einen drohenden Preisverfall im Euroraum stemmen. Der GDV hält diese Entscheidung für eine Zumutung, auch von vielen anderen Seiten hagelt es Kritik an dem Ankaufprogramm. Die Stimmen in der Übersicht.
 


“Ich kann auf breiter Front keine wirklichen Deflationsgefahren erkennen, die es zu bekämpfen gilt.”


Georg Fahrenschon
Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV)


“Die EZB ist zum Gefangenen der eigenen Ankündigungen geworden.”


Martin Wansleben
Hauptgeschäftsführer Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)


“Der Wirtschaft helfen diese immer weiter ausgedehnten expansiven Maßnahmen der quantitativen Lockerung kaum.”


Uwe Fröhlich
Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR)


“Es sieht so aus, dass die EZB schon wieder den Banken in den Krisenstaaten faule Papiere abnehmen und die Risiken den europäischen Steuerzahlern aufbürden will.”


CSU-Politiker Peter Gauweiler
Er will vorsorglich eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vorbereiten lassen.


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“Draghi ist der Euro-Weichmacher. Er macht Geldpolitik für die Reformverweigerer in Europa. Draghi ist der Gehilfe der Spekulanten.”


CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer
über EZB-Präsident Mario Draghi


“Was immer für eine Entscheidung die EZB fällt, sie darf nicht davon ablenken, dass die eigentlichen Wachstumsimpulse durch vernünftige Rahmenbedingungen durch die Politik gesetzt werden müssen und auch gesetzt werden können.”


Bundeskanzlerin Angela Merkel
zur EZB-Entscheidung


“Sie ist so einigermaßen im Griff, überwunden ist sie nicht.”


Bundeskanzlerin Angela Merkel
zur Staatsschuldenkrise im Euroraum


Quelle: dpa

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