07.08.2014
Versicherungsschutz

So sind Einbrüche versichert

Für die Betroffenen ist es meist ein Schock, wenn Einbrecher in ihre Privatsphäre eingedrungen sind. Für die materiellen Schäden am Haus oder an der Wohnung, die die Einbrecher durch Diebstahl oder Beschädigungen angerichtet haben, kommt die Hausratversicherung auf. In diesem Überblick: Wie sich Betroffene direkt nach einen Einbruch verhalten sollten und was die Hausratversicherung im Einzelnen leistet.

Was tun, wenn eingebrochen wurde?

  1. Melden Sie den Einbruch umgehend der Polizei und Ihrer Versicherung. Halten Sie dazu Ihre Versicherungsschein-Nummer bereit.
  2. Verändern Sie nichts in Ihrer Wohnung, bis die Polizei eintrifft. Beseitigen Sie auch keinen Dreck oder sonstige Spuren.
  3. Unterstützen Sie die Polizei bei der Feststellung des Schadens, indem Sie Auskünfte erteilen und Belege vorzeigen.
  4. Reichen Sie so schnell wie möglich eine Aufstellung aller gestohlenen Gegenstände, die so genannte Stehlgutliste, bei der Polizei und Ihrer Versicherung ein.
  5. Sind Fahrräder gestohlen worden, teilen Sie der Polizei und Ihrer Versicherung Hersteller, Marke und Rahmennummer mit.
  6. Sperren Sie die Konten gestohlener Sparbücher, EC-und Kreditkarten.

Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen, beispielsweise nach einem Einbruch aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen.

Was die Hausratversicherung im Einzelnen bezahlt:

 
– den Wiederbeschaffungspreis für gestohlenes oder irreparables Inventar. Das muss nicht der Kaufpreis sein. Der Versicherte erhält im Schadenfall so viel Geld, dass er einen gleichwertigen Gegenstand zu heutigen Preisen neu erwerben kann.

– die Reparaturkosten für beschädigtes Inventar.

– eine Wertminderung bei beschädigten aber noch uneingeschränkt nutzbaren Gegenständen.

Um im Schadenfall gut gewappnet zu sein, ist es wichtig, den wertvollen Hausrat zum Beispiel über Fotos und Einkaufsbelege gut dokumentieren zu können. Diese Unterlagen kann man nach einem Schaden dem Versicherer vorlegen. Bei Einbruch bekommt man vom Versicherer eine Stehlgutliste. Außerdem ist eine Anzeige bei der Polizei erforderlich, damit der Fall bearbeitet wird.

Gut zu wissen:
Was ist eine Gefahrenerhöhung?

Der Versicherungsvertrag basiert darauf, dass Wohnung oder Haus ständig genutzt werden. Hauseigentümer sollten daher ihren Versicherer informieren, wenn eine erhöhte Gefahr für das Haus besteht.

Zwei Beispiele:

– Wer einen mehrmonatigen Urlaub im Ausland macht und sein Zuhause somit unbewacht lässt, muss die Versicherung darüber informieren. Dann liegt eine Gefahrerhöhung vor, weil Einbrecher die Abwesenheit ausnutzen können.

– Auch ein Baugerüst am Haus stellt eine Gefahrerhöhung dar (es erleichtert den Einstieg ins Gebäude) und muss der Versicherung mitgeteilt werden.

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