11.07.2014
Versicherungssummen der WM-Teams

Deutschland ist bereits Weltmeister

Nach dem grandiosen Halbfinalsieg spielt die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag im WM-Finale gegen Argentinien. Geht es nach der Versicherungssumme, ist Deutschland schon jetzt Weltmeister: Jogis WM-Kader kommt laut einer Berechnung des britischen Spezialversicherers Lloyd’s auf eine Versicherungssumme von 803,6 Millionen Euro, Argentinien dagegen nur auf 445,1 Millionen Euro. Allein die Hände von Torwart Manuel Neuer sind laut Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit drei Millionen Euro versichert.

In beiden Halbfinals setzte sich das Team mit der höheren Versicherungssumme durch: Deutschland besiegte die mit 561,8 Millionen Euro bewerteten Brasilianer. Und Argentinien setzte sich im Elfmeterschießen gegen die Niederlande durch, die laut Lloyd’s auf eine Versicherungssumme von 350,1 Millionen Euro kommen. Dass nicht immer das Team mit der höheren Versicherungswert gewinnt, zeigt das Beispiel Costa Rica: Die Ticos kamen bei der WM immerhin ins Viertelfinale – trotz der niedrigsten Versicherungssumme aller WM-Teams von 22,9 Millionen Euro.

GDV

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien

Von Neuers Händen, Fanmeilen bis zum Autokorso: Alles rund um die Fußball-WM und Versicherungen auf einen Blick.

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Die Werte basieren dabei auf einem komplizierten Rechenmodel: Im Auftrag von Lloyd’s ermittelten die Wirtschaftswissenschaftler des Centre for Economics and Business Research das Einkommen der Spieler bis zum Ruhestand. Dabei flossen nicht nur das momentane Gehalt der Spieler bei ihren Vereinen, sondern auch Werbeverträge, das Alter, ihre Position und Nationalität mit in die Berechnung ein. Somit ergibt sich die Versicherungssumme: der fiktive Verdienstausfall, sollte der Spieler aufgrund einer Verletzung seinen Beruf, den Profi-Fußball, nicht mehr ausüben können.

Somit orientiert sich die Rechnung an der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung: Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann. Auch hier sollte sich die Versicherungssumme daran orientieren, dass der gewohnte Lebensstandard im Ernstfall bis zur Rente eingehalten werden könnte – auch wenn jeder normale Arbeitnehmer vom Stundenlohn eines Messi nur träumen kann.