18.06.2014
Altersvorsorge

In welchem Alter Lebensversicherungen abgeschlossen werden

Im Alter zwischen 20 und 49 schreiten die meisten Menschen in Sachen privater Altersvorsorge zur Tat: Rund 80 Prozent schließen in diesem Alter eine Lebens- oder Rentenversicherung ab. Ein knappes Drittel kümmert sich bereits vor dem 30. Geburtstag um seine private Altersvorsorge. Bei vielen ist das die Lebensphase, in der auch das Berufsleben beginnt. Das Ende des Berufslebens hingegen, das zeigt ein internationaler Vergleich, beginnt für die meisten Deutschen derzeit relativ früh.

Acht von zehn Menschen, die eine Lebensversicherung abschließen, sind zwischen 20 und 49 Jahren alt. Das geht aus einer GDV-Statistik für das Jahr 2011 hervor. Für den langfristigen Vermögensaufbau zahlt sich ein früher Abschluss aus: Neben den höheren eingezahlten Prämien steigert zudem der Zinseszinseffekt die Ablaufleistung einer Lebensversicherung.

Wer hingegen seinen 50. Geburtstag bereits gefeiert hat, wird statistisch gesehen eher selten eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließen: Lediglich 15 Prozent der Kunden sind beim Abschluss über 50 Jahre alt. Manche der älteren Kunden aus der Generation der Babyboomer schließen eine Lebensversicherung gegen Einmalbeitrag ab, wie auch das Geschäftsergebnis 2013 gezeigt hat.

Wann die Deutschen aufhören zu arbeiten

Rund um den 62. Geburtstag haben die Deutschen im Durchschnitt in den vergangenen Jahren das Ende ihres Arbeitslebens eingeläutet. Im Vergleich der Industrienationen beginnt der Ruhestand der Deutschen somit relativ früh. Laut Zahlen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) gehen die Japaner am spätesten in den Ruhestand. Kein Wunder, denn in Japan ist die Lebenserwartung recht hoch, der demografische Wandel bereits weiter vorgeschritten als in Europa. In der EU hören nur die Italiener mit durchschnittlich rund 61 Jahren früher zu arbeiten auf als die Deutschen.


 
Alle Infografiken sind auch in der aktuellen Ausgabe des GDV-Verbandmagazins POSITIONEN erschienen.