28.04.2014
Schwerpunkt

Positionen der deutschen Versicherer zur Europawahl 2014

Deutschland hat die Wahl. Rund 61 Millionen Deutsche sind am kommenden Sonntag aufgefordert, die Mitglieder des Europäischen Parlaments zu bestimmen. Die Themen im Wahlkampf könnten vielseitiger nicht sein: die Folgen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, der demografische Wandel oder die Auswirkungen der Klimaveränderung, um nur einige Beispiele zu nennen. Zu den zentralen europapolitischen Themen haben sich die deutschen Versicherer positioniert. In unserem Schwerpunkt stellen wir unsere Forderungen kurz vor:

Übersicht: Die Kernanliegen der deutschen Versicherer
Ausstieg aus Niedrigzinspolitik
Der schrittweise Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik ist dringend notwendig. Die Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank belastet die Sparer und trifft vor allem die Altersvorsorge. >> Mehr
Solvency II umsetzen
Solvency II als eines der wichtigsten europäischen Projekte im Bereich der Finanzdienstleistungswirtschaft ist zügig und mit Augenmaß umzusetzen. >> Mehr
Provisionsbasierten Vertrieb und Honorarberatung erhalten
Provisionsbasierter Vertrieb und Honorarberatung müssen auch weiterhin nebeneinander existieren können. Die Stigmatisierung eines bestimmten Vertriebsmodells würde weder den unterschiedlich gelagerten Verbraucherinteressen noch den Besonderheiten der nationalen Versicherungsmärkte gerecht. >> Mehr
Geeignete Rahmenbedingungen für Investitionen
Für die Diversifizierung der Energieversorgung und die Modernisierung der europäischen Infrastruktur muss verstärkt privates Kapital mobilisiert werden. Für diese langfristigen Investitionen müssen jedoch geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden. >> Mehr
Datenschutz vereinheitlichen
Für den Datenschutz sollen einheitliche europäische Standards zu einem verantwortungsbewussten Umgang gewährleistet werden. Zugleich muss die Wirtschaft die Daten rechtssicher und den branchenspezifischen Anforderungen entsprechend nutzen können. >> Mehr
Nationale Aufsichtsbehörden erhalten
Das Modell der eigenständigen nationalen Aufsichtsbehörden zur Komplementierung der europäischen Versicherungsaufsicht muss beibehalten werden. Es braucht eine Aufsichtsstruktur, die das Geschäftsmodell Versicherungen und die nationalen Besonderheiten versteht. >> Mehr
Pflichtversicherungen lösen keine Probleme
Überstürzte Forderungen nach pauschalen Pflichtversicherungen lösen keine Probleme. Pflichtversicherungsmodelle haben etliche Nachteile. Die Traditionen in Europa sind hier sehr unterschiedlich, etablierte Lösungen sollten bewahrt werden. Prävention ist jedenfalls der beste Weg zu langfristiger Versicherbarkeit. >> Mehr
Einheitlichen Meldeweg sicherstellen
Für Daten der Versicherungsunternehmen muss ein einheitlicher Meldeweg sichergestellt werden. Die nationale Aufsichtsbehörde muss einziger Adressat der Berichterstattung der Unternehmen sein (Single Point of Entry). >> Mehr
Aufsichts- und Bilanzierungsregeln ohne falsche Anreize
Aufsichts- und Bilanzierungsregeln sollten nicht das langfristige Geschäftsmodell der Versicherer konterkarieren und Anreize zu Kurzfristinvestitionen geben.

Europa im Wahljahr 2014
Die Positionen der deutschen Versicherer
 
Inhalt:

• Europarechtliches und gesamtwirtschaftliches Umfeld
• Aufsichtsrechtliches Umfeld
• Rahmenbedingungen für Versicherer und ihre Kunden
• Unternehmerische Rahmenbedingungen
• Herausforderungen für die Schadenversicherung
• Herausforderungen für die Lebensversicherung
• Internationales: Chancen und Herausforderungen außerhalb Europas

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Mehr zum Thema:
>> English Version: The positions of the German insurers
>> Alles zu Europa auf GDV.DE