08.01.2014
Investitionen in Energie- und Infrastrukturprojekte

Angemessene Eigenmittelanforderung unter Solvency II notwendig

Mit der Umsetzung und Einführung von Solvency II werden die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Versicherungswirtschaft grundlegend neu gestaltet. Die Beteiligung an nachhaltigen Energie- und Infrastrukturprojekten unterliegt jedoch einer unverhältnismäßig hohen Kapitalunterlegung im Rahmen der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

So sollen Investitionen in Infrastruktur und Erneuerbare Energien unter „sonstige Aktienrisiken“ erfasst und zur Quote für nicht notierte Beteiligungen hinzugerechnet werden, unter die auch Investitionen in Hedgefonds oder Private Equity erfasst werden, obwohl diese deutlich höhere finanzielle Risiken aufweisen. Im Ergebnis müssten nach dem Standardansatz in Solvency II weitgehend risikolose Investitionen in Erneuerbare Energien und Infrastruktur mit bis zu 59 Prozent Eigenmittel unterlegt werden.

Der GDV schlägt daher vor, innerhalb des Marktrisikomoduls ein spezielles Subrisikomodul für nicht-börsennotierte Eigenkapital-Investments in Infrastruktur und Erneuerbare Energien einzuführen, welches die technisch-physikalischen Risiken abbildet, denen die erwarteten Rückflüsse ausgesetzt sind. Angesichts der Spannbreite potenzieller Anlageobjekte sollte in diesem neuen Modul ein konservativer Risikofaktor von 20 Prozent auf den ökonomischen Wert des Investments angewendet werden. Investments mit einem höheren oder unkalkulierbaren Risiko werden durch einen Kriterienkatalog ausgeschlossen.

Den vollständigen Vorschlag finden Sie im Download-Bereich.

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Vorschlag

für eine angemessene Solvenzkapitalanforderung für langfristige Investitionen in Infrastruktur oder Erneuerbare Energien

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