15.08.2013
Nach dem Hochwasser

Mehr als 70 Prozent der Brandenburger ohne ausreichenden Versicherungsschutz

  • Versicherungswirtschaft unterstützt Initiative der Landesregierung zu Naturgefahren in Brandenburg
  • Risiken auch in stark gefährdeten Überschwemmungsgebieten meist versicherbar

Über 70 Prozent der Hausbesitzer in Brandenburg bekommen keine finanzielle Entschädigung von einer Versicherung, wenn ihre Häuser und Wohnungen durch Starkregen oder Hochwasser überflutet werden. Die meisten Hauseigentümer besitzen zwar eine Wohngebäudeversicherung, aber nur knapp 28 Prozent der Brandenburger haben sich für einen Versicherungsschutz vor Naturgefahren entschieden.

Die Versicherungsdichte in Brandenburg liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt von 32 Prozent. Dabei sind in Brandenburg gut 99 Prozent der Gebäude problemlos versicherbar. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute bei der Auftaktveranstaltung zur Informationskampagne „Naturgefahren: Brandenburg sorgt vor“ in Potsdam hin. „Das aktuelle Hochwasser hat gezeigt, dass immer häufiger Regionen überflutet werden, die bislang davor verschont blieben“, erklärt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim GDV.

Aber auch für Gebäude, die in Brandenburg in stark gefährdeten Hochwassergebieten liegen, kann in vielen Fällen Versicherungsschutz angeboten werden. „Inzwischen sind 34 Prozent dieser Gebäude in Brandenburg bereits gegen Elementargefahren versichert“, so Gause.

Der Klimawandel ist in Deutschland längst angekommen
Die Initiative der brandenburgischen Landesregierung will die Menschen über Naturgefahren und den richtigen Naturgefahrenschutz aufklären. Klimaforscher prognostizieren auch für die Zukunft vermehrte Unwetter und intensive Niederschläge. „Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass der Klimawandel kein abstraktes Phänomen ist, das weit weg von uns passiert. Die Folgen erleben wir inzwischen direkt vor unserer Haustür“, sagt Gause.

Dr. Bernhard Gause

Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim GDV:

„Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass der Klimawandel kein abstraktes Phänomen ist, das weit weg von uns passiert. Die Folgen erleben wir inzwischen direkt vor unserer Haustür.“

Extreme Niederschläge haben im Juni nach einer bisherigen Schätzung 180.000 versicherte Schäden in Höhe von insgesamt 2 Milliarden Euro verursacht. Umso wichtiger ist es, die Menschen gezielt in den Regionen zu informieren. „Wenn wir wissen, dass Naturgefahren zunehmen, müssen wir handeln – und zwar heute.“ Genau hier setzt die Initiative an. Dabei geht es nicht nur um die Themen Versicherungsschutz und Vorsorge, sondern auch um Maßnahmen zur Schadenverhütung. Verbraucher können sich umfangreich über die Initiative „Naturgefahren: Brandenburg sorgt vor“ unter www.naturgefahren.brandenburg.de informieren.

Naturgefahren – Pressematerial
ElementarschadenkampagnenElementarschadenkampagnen in Deutschland

Elementarschadenversicherung
 
Faktenblatt: Naturgefahren in Brandenburg

Elementarschadenkampagne Brandenburg  
Naturgefahren – Brandenburg sorgt vor

Flyer mit allen relevanten Informationen zur Absicherung gegen Elementarschäden.

WohngebäudeversicherungWas ist eigentlich eine…
Wohngebäudeversicherung?

© GDV Berlin

ElementarschadenversicherungWas ist eigentlich eine…
Elementarschadenversicherung?

© GDV Berlin

HausratsversicherungWas ist eigentlich eine…
Hausratversicherung?

© GDV Berlin

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Elementarschadenkampagne

© GDV Berlin

Elementarschadenkampagne

© GDV Berlin

Elementarschadenkampagne

© GDV Berlin

Elementarschadenkampagne

© GDV Berlin

 
Was ist eine Elementarschadenversicherung?
Um sich vor extremen Naturereignissen, wie Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser, zu schützen, brauchen Hausbesitzer und Mieter eine Elementarschadenversicherung. Die Elementarschadenversicherung schützt zudem vor den finanziellen Folgen durch Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüchen. Sie wird als optionaler Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten. Immer mehr Versicherer gehen hier einen Schritt weiter: Sie bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung inklusive der Elementarschadenversicherung an. Kunde und Versicherer können sich natürlich auch gegen den Elementarbaustein entscheiden.

Informationskampagnen in sechs Bundesländern – Naturgefahren erkennen und handeln
In sechs Bundesländern gibt es mittlerweile Informationskampagnen für mehr Naturgefahrenschutz. Ziel ist es, die Menschen in ihrer Region über Elementargefahren aufzuklären und ihnen Tipps zum Versicherungsschutz und Präventionsmaßnahmen zu geben. In nächster Zukunft sollen noch weitere Bundesländern folgen.

Mehr zum Thema: Ansprechpartner:
>> Übersicht: Naturgefahrenkampagnen der Bundesländer
>> Hochwasser: ZÜRS public – Naturgefahren per Mausklick erkennen
>> Schwerpunkt Hochwasser: Alle Meldungen, Zahlen und Verbrauchertipps
für Journalisten:
Stephan Schweda
Tel.: 030/ 2020 – 5114
Mail: s.schweda@gdv.de

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