24.07.2013
Königlicher Nachwuchs

Versicherungen für (nicht königliche) Babys

Endlich, das Warten hat ein Ende und das englische Königshaus einen weiteren Thronfolger. London, England, ja die ganze Welt feiert. Herzogin Kate und Prinz William sind mit der Geburt ihres Jungen plötzlich eine Familie. Und mit Sicherheit geht es ihnen wie vielen frisch gebackenen Eltern: Der Spross krempelt den gewohnten Tagesablauf komplett um. Eine Familie bringt einfach Trubel mit sich.

Wer nicht per Geburt dem britischen Königshaus angehört, sollte für sich selbst und seine Liebsten für zusätzliche Sicherheit sorgen. Dazu zählt auch der richtige Versicherungsschutz. Mehr dazu hören Sie in unserem aktuellen Podcast der Woche.


GDV_Podcast_Versicherung_fuers_Baby_Nachwuchs.mp3
Dauer: 4:36

 

1. Der royale Nachwuchs ist da. In dieser Familie geht es einem Kind bestimmt sehr gut. Haben Prinzen und Könige eigentlich auch Versicherungen?
„Ich denke es macht einen großen Unterschied, ob man in der britischen Thronfolge steht, also ein Monarch ist, oder ob man angestellt in Deutschland tagtäglich arbeiten muss.“

2. Die meisten von uns sind ja nicht blaublütig. Welchen Versicherungsschutz brauchen da eigentlich frisch gebackene Eltern?
„Also, erst einmal steht das Baby und stehen die Eltern im Mittelpunkt. Werden Sie erst einmal mit der neuen Situation vertraut. Sie sollten also nichts überstürzt veranlassen. Aber Sie sollten das Thema Versicherungsschutz auch nicht auf die lange Bank schieben. Die Kernfrage, die immer entscheidend ist: Welche Versicherungen haben die Eltern bereits und müssen nur angepasst werden und welche Versicherungen sollten ergänzt werden, weil sie die junge Familie optimaler schützen.“

3. Worauf sollten die Eltern achten?
„Keine Frage, zu der wichtigsten Versicherung für die Familie oder für die Babys zählt die Krankenversicherung. Sind Vater und Mutter fest angestellt, gilt für das Kind in der Regel der beitragsfreie Versicherungsschutz über die gesetzliche Krankenversicherung. Entscheidend ist dann der Elternteil mit dem höheren Einkommen. Ist ein Elternteil dagegen privat krankenversichert, ist es ein Stück weit komplizierter. Hier sollte man sich bei seinem Versicherer noch einmal genauer informieren. Es kommt dann immer auf die genaue Berufs- oder Einkommenssituation von Mama und Papa an.“


 
Informationen für Eltern auf GDV.DE
>> Menschenskinder – ein Ratgeber für Eltern
>> Kinderunfälle – Eltern unterschätzen Risiken zuhause


 
4. Welche Versicherungen sind außerdem noch wichtig?
„Junge Familien sollten sich besonders über Versicherungen informieren, die die Existenz bedrohen oder die den finanziellen Schutz des Kindes in den Mittelpunkt rücken. Hier sind zwei Versicherungen vielleicht erst einmal zu nennen. Einmal die Risikolebensversicherung. Sie sorgt dafür, dass zum Beispiel die Haupteinnahmequelle, in der Regel ist das der Vater, wenn er versterben sollte, dass dann die Familie finanzielle Unterstützung bekommt. Das ist vor allen Dingen dann entscheidend, wenn die Familie ein Haus gebaut hat und immer noch Kredite abbezahlt. Hier greift die Risikolebensversicherung. Die ist auch schon für kleines Geld zu haben. Oder die Kinderunfallversicherung/ Kinderinvaliditätszusatzversicherung. Wenn sich ein kleines Kind vergiftet, dann kann es schwerwiegende Folgen haben. Eventuell gibt es aber auch größere Unfälle, die zu Behinderungen führen. Hier greift die Kinderunfallversicherung und bietet finanziellen Schutz.“

5. Wie sieht es mit der Haftpflichtversicherung aus?
„Na ja, so viele Schäden kann ein Baby oder ein Kind in den ersten Jahren nicht anrichten. Interessant wird eine Haftpflichtversicherung also erst dann, wenn das Kind älter ist. Der Vorteil: Für Familien reicht in der Regel eine gemeinsame Police, das heißt, das Kind ist in der Regel über die Familien-Haftpflichtversicherung mitversichert. Rufen Sie hier einfach Ihren Versicherer an und fragen Sie nach, wie es in Ihrem Vertrag genau geregelt ist.“

6. Es gibt ja viele Versicherungen. Wie weiß ich als Kunde, dass ich ein für mich passendes Produkt bekomme?
„Entscheidend ist immer Ihre finanzielle, berufliche Situation. Ein britischer Thronfolger hat andere Sorgen als ein deutscher Angestellter. Faustregel: Informieren Sie sich, bevor Sie sich beraten lassen. Es kann nicht schaden, wenn man über die staatlichen Zuschüsse für Kinder bei Riester-Verträgen Bescheid weiß. Vielleicht ist das ja auch eine Sache, um die sich der Papa in den ersten Wochen genauer kümmern kann. Und dann wenden Sie sich einfach an einen Versicherer oder einen Vermittler.“

Mathias Zunk Mathias Zunk
Versicherungsexperte beim Verbraucherservice des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

Telefon:
0800-3399399 (kostenlos)
Mail: verbraucher@gdv.de

 
Mehr zum Thema:
>> Alle GDV-Artikel zum Thema „Sicherheit und Versicherungsschutz für Kinder”
>> Versicherungen zum Hören: Alle Podcasts auf GDV.DE