10.06.2013
Zahlen & Fakten

„Wir müssen davon ausgehen, dass der Schaden durchaus höher sein kann als bei der Elbe-Flut 2002″

Das Ausmaß der Schäden, die das Hochwasser in Deutschland anrichtet, ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum zu beziffern. Die deutschen Versicherungsunternehmen schätzen allerdings, dass die aktuellen Ereignisse deutlichere Spuren hinterlassen wird, als die Elbe-Flut 2002. „Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass der Schaden durchaus höher sein kann als bei der Elbe-Flut 2002″, so GDV-Präsident Alexander Erdland.

Zur Jahrhundertflut 2002 an der Elbe waren etwa 3 Millionen Gebäude gegen Elementarschäden versichert. 10 Jahre später waren es bereits 2,5 Millionen mehr – ein Plus von 83 Prozent. Insgesamt ist heute bundesweit mit 5,5 Millionen Verträgen rund ein Drittel der Deutschen gegen Naturgefahren versichert.
 

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Grafik: Zahl der Verträge zur Wohngebäudeversicherung inkl. Elementar
Anzahl der Elementarversicherungen: Heute sind 2,5 Millionen Häuser mehr gegen Hochwasser versichert als noch zur Elbeflut 2002 – ein Plus von 83 Prozent.

© GDV Berlin

Grafik: Elementarschäden und Schadenaufwand - nur Wohngebäudeversicherung
Leistungen der Versicherer: Der versicherte Gesamtschaden zur Elbeflut 2002 betrug 1,8 Mrd. Euro. Das aktuelle Ausmaß der Hochwasserschäden ist derzeit deutschlandweit noch nicht bezifferbar.

© GDV Berlin

 
Im Bundesdurchschnitt besitzen 68 Prozent der Haushalte keine Elementarschadenversicherung für ihr Wohngebäude – dabei sind 99 Prozent der Gebäude in Deutschland problemlos versicherbar.

Übrigens: Beim Elbe-Hochwasser 2002 waren es noch 81 Prozent der Gebäude, die nicht gegen die Fluten versichert sind.

 

  • Hintergrund: Was ist eigentlich eine Elementarschadenversicherung?

 
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