26.06.2013
Reisetipps

Wenn doch etwas passiert…

Ein Einbruch in das Hotelzimmer, ein beschädigter Koffer oder ein schwerer Unfall, es gibt viele Gründe, die den Urlaub verderben können. Wir verraten, worauf man im Fall der Fälle achten sollten.

Im Falle eines Falles empfehlen sich folgende Handlungen:
Diebstahl/ Raub
Die Hausratversicherung enthält einen Baustein „Außenversicherung“, d. h. sie erstreckt sich nicht nur auf die eigenen vier Wände: Auf Reisen ist das Gepäck in gewissem Umfang mitversichert, z. B. bei Raub oder Diebstahl aus dem Hotelzimmer. Melden Sie Verluste unverzüglich der Polizei und zeigen Sie Diebstahl, Einbruch, Raub oder räuberische Erpressung unbedingt an.
 
Wichtig:
Die Bescheinigung der zuständigen Polizeidienststelle muss auch eine Liste aller verschwundenen Sachen enthalten. Lassen Sie sich den Besuch auf dem Polizeirevier schriftlich bestätigen.
Zerstörtes Gepäck
Sachbeschädigungen (wie zum Beispiel des Reisegepäcks) müssen angezeigt werden. Da die Vertragspartner häufig für Schäden haften, sollten Sie sich unbedingt auch an die Veranstalter wenden. Lassen Sie sich für die Versicherung auf jeden Fall vom Hotel, der Eisenbahn- oder Fluggesellschaft den entstandenen Schaden bestätigen.
 
Wichtig:
Reichen Sie alle Rechnungen und Unterlagen im Original oder als Kopie ein (Arztbelege, Bestätigungen des Beförderungsunternehmens oder des Hoteliers, Bescheinigungen der Polizei, Rechnungen.
Reiserücktritt
Ein Beinbruch vor dem Urlaub? Die Reiserücktrittskostenversicherung erstattet die Stornogebühren, die der Reiseveranstalter in Rechnung stellt.
 
Wichtig:
Versicherungskunden müssen den Grund belegen, d. h. der Bein-Bruch, die Krankheit oder der Tod eines nahen Angehörigen, muss durch ein ärztliches Attest bestätigt werden.
 
Auch der Veranstalter muss über den Reiserücktritt so schnell wie möglich informiert werden, da sich ansonsten bei verzögerter Meldung die zeitlich gestaffelten Stornogebühren erhöhen.
Krank im Urlaub
Alle Belege für die Krankenversicherung müssen den Namen der behandelten Person und Krankheitsbezeichnung sowie die Behandlungsdaten enthalten. Aus Arztrechnungen müssen zusätzlich die ärztlichen Einzelleistungen hervorgehen.

 

Mathias Zunk
Versicherungsexperte beim Verbraucherservice des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

Telefon:
0800-3399399 (kostenlos)
Mail: verbraucher@gdv.de

 
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