26.06.2013
Urlaub mobil

Versicherungsschutz rund um´s Auto

Wer mit dem eigenen Auto in die Ferien fährt, sollte seinen Versicherungsschutz unter Umständen ergänzen. Innerhalb Europas ist man durch eine Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt. Diesen Versicherungsschutz sollte man gegebenenfalls aufstocken. Welche Möglichkeiten es gibt zeigt folgender Überblick.

GDVKfz-Haftpflicht und -Kasko
Ist man mit dem eigenen Wagen unterwegs, so gilt die Kfz-Haftpflichtversicherung in ganz Europa.

Die Kfz-Vollkaskoversicherung tritt ein, wenn man im Ausland schuldlos in einen Unfall verwickelt wird und den entstandenen Haftpflichtschaden nur unvollständig oder sehr zögerlich ersetzt bekommt. Wird ein Unfall selbst verursacht, kommt die Vollkaskoversicherung für die Schäden am eigenen Fahrzeug ebenfalls auf. >> Was ist eine Kfz-Versicherung?

GDVAutoschutzbrief
Auf einmal streikt der Motor, das Auto bewegt sich keinen Zentimeter mehr. Eine Panne kann – insbesondere fern der Heimat und fern einer Vertragswerkstatt – probematisch werden.

Der Versicherer koordiniert und finanziert über den Kfz-Schutzbrief die Pannenhilfe und sorgt bei Unfällen auch für die Bergung und Sicherstellung des Autos, für Ersatzteilversand, Fahrzeugrücktransport, Autoverzollung oder -verschrottung. Außerdem werden bis zu einer bestimmten Höhe Mietwagenkosten übernommen, Übernachtungen nach Panne oder Unfall sowie der Krankenrücktransport bezahlt.>> Versicherungen zum Hören: Der Kfz-Schutzbrief

GDVAuslandsschadenschutz
Wenn der Unfallgegner im Ausland den Schaden verursacht hat, wird vom Auslandsschadenschutz die komplette Schadenabwicklung übernommen und der Schaden so ersetzt, als ob der Unfallgegner
eine Kfz-Haftpflichtversicherung nach deutschen Versicherungsbedingungen abgeschlossen hätte. Der Schadenfreiheitsrabatt wird dabei nicht angetastet. Der Auslandsschadenschutz wird von
einigen Versicherungsgesellschaften gegen Aufpreis zur Kfz-Haftpflichtver – sicherung angeboten.
GDVMietwagenpolice („Mallorca-Police“)
Wer einen Mietwagen bevorzugt, sollte dafür eine so genannte Mallorca-Police abschließen. Denn in vielen Urlaubsländern, vor allem in Südeuropa, gelten für gemietete Fahrzeuge oft niedrigere Mindestversicherungssummen als in Deutschland. Das kann bei einem Unfall teuer enden: Verursacht der Fahrer eines Mietwagens einen Unfall und gehen die Ansprüche des Geschädigten über diese Mindestsumme hinaus, muss er selbst in die Tasche greifen und die Differenz aufbringen.„Warum Mallorca-Police?”
Korrekt heißt sie „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“. Sie wird aber – da typisch für viele Inselurlauber – auch „Mallorca-Police“ genannt und ist eine zusätzliche Kfz-Haftpflichtversicherung für Mietwagen.

 

Mathias Zunk Mathias Zunk
Versicherungsexperte beim Verbraucherservice des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

Telefon:
0800-3399399 (kostenlos)
Mail: verbraucher@gdv.de

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