21.06.2013
Blitz-Bilanz 2012

Blitz und Überspannung sorgen für viele Schäden

Sommerliche Hitzegewitter wie in der vergangenen Nacht sorgen immer wieder für viele Schäden an Häusern oder in Wohnungen. 2012 verursachten 410.000 Blitz- und Überspannungsschäden Kosten von 330 Millionen Euro bei den Hausrat- und Wohngebäudeversicherern. Im Vergleich zu 2011 waren das zwar 30.000 Schäden weniger, die entstandenen Kosten sind jedoch gleich hoch geblieben.

2012 hat es 410.000 versicherte Schäden durch Blitze und Überspannung gegeben. Im Vergleich zu 2011 waren es damit 30.000 Schäden weniger. Dieser Rückgang spiegelt sich jedoch nicht in den ausgezahlten Leistungen der Hausrat- und Wohngebäudeversicherer wieder: Mit 330 Millionen Euro in 2012 zahlten sie genau so viel aus wie im Jahr davor.

Die Einzelschäden werden teurer
Die GDV-Statistik belegt, dass Blitz- und Überspannung immer teurere Einzelschäden verursachen. 2006 gab es 550.000 Schäden, die mit 340 Millionen Euro beglichen wurden. Innerhalb von sechs Jahren stiegen somit die Versicherungsleistungen für einen durchschnittlichen Blitzschaden um 30 Prozent.

Grund für diese Entwicklung ist sowohl die Vielzahl, als auch die Hochwertigkeit der elektronischen Geräte in deutschen Haushalten.
Anzahl der Blitz- und Überspannungsschäden und Leistungen der Hausrat- und Wohngebäudevsersichrungen

 
Blitz- und Überspannungsschäden sind regional und saisonal sehr unterschiedlich
Blitz- und Überspannungsschäden haben zwei spezifische Merkmale: Zum einen treten sie saisonal unterschiedlich stark auf. In der Langzeitbetrachtung zeigt sich eine Häufung in den Sommermonaten Juni und Juli.

Zum anderen sind die Schäden regional sehr unterschiedlich verteilt. Vor allem im Süden Deutschlands und im Erzgebirge blitzt es sehr oft. 2012 waren die Blitzhochburgen Ost- und Südbrandenburg, Sachsen und das Allgäu.

Die Blitzdichtekarte sagt aus, wie viele Blitze, die sich von einer Wolke zur Erde entladen haben, pro Quadratkilometer im Jahr 2012 gemessen wurden.
Die Blitzdichtekarte sagt aus, wie viele Blitze, die sich von einer Wolke zur Erde entladen haben, pro Quadratkilometer im Jahr 2012 gemessen wurden.

Die Blitzdichtekarte sagt aus, wie viele Blitze, die sich von einer Wolke zur Erde entladen haben, pro Quadratkilometer zwischen 1999 und 2012 gemessen wurden.
Die Blitzdichtekarte sagt aus, wie viele Blitze, die sich von einer Wolke zur Erde entladen haben, pro Quadratkilometer zwischen 1999 und 2012 gemessen wurden.

 
Häufiger Schäden auf dem Land als in der Stadt
Einfluss auf Blitzschäden hat aber auch das direkte regionale Umfeld. Als Faustformel gilt hier: In einer Stadt, die ein weitverzweigtes Leitungsnetz hat, führt ein Blitz deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden als auf dem Land.

Blitz- und Überspannungsschäden vorbeugen
Blitzableiter am Haus schützen das Gebäude vor Brandschäden. Der Blitzableiter sorgt dafür, dass die Energie zur Erde abgeleitet wird. Für die Elektroinstallation und die elektrischen Geräte im Haus reicht ein Blitzableiter aber nicht aus. Für deren Schutz sind sogenannte Feinschutzgeräte notwendig, die sich in der Elektroverteilung und vor dem zu schützenden Gerät befinden. Wenn kein Überspannungsschutz installiert ist, sollten bei Gewittern die Stecker von Elektrogeräten gezogen sein.

Mit Wohngebäude- und Hausratversicherung gegen Blitz- und Überspannungsschäden versichern

InfoDie Wohngebäudeversicherung schützt vor den finanziellen Folgen bei Blitzschäden am Haus, das heißt Schäden die am Dach, am Mauerwerk oder an fest eingebauten elektrischen Installationen.

InfoDie Hausratversicherung übernimmt Blitz- und Überspannungsschäden im Haus, wie beispielsweise an der Telefonanlage, dem Fernsehgerät oder dem Inventar.


InfoDurchschnittliche Blitztemperatur: 30.000 Grad Celsius
InfoHöchster Jahreswert an Blitzen: Maximal 2,7 Millionen Blitze im Jahr 2007
InfoDer Tag mit den meisten Blitzen: 29.6.2005 (277.768 Blitze)

 

Mehr zum Thema: Ansprechpartnerin für Presseanfragen:
>> Nach der Hitzewelle: Gewitterschäden – was zahlt die Versicherung?
>> Naturgefahrenreport 2012: Versicherte Naturgefahren in Deutschland im Überblick
>> Alle Artikel zum Thema Klima auf GDV.DE
Kathrin Jarosch
Tel.: 030/ 2020 – 5180
Mail: k.jarosch@gdv.de

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