13.05.2013
Einbruchbilanz 2012

Wohnungseinbrüche steigen weiter und kosten Versicherer knapp eine halbe Milliarde Euro

  • Zahl der Wohnungseinbrüche steigt um 10.000 auf 140.000
  • Rekord: Ein Einbruch verursacht einen Schaden von durchschnittlich 3.300 Euro
  • Vier von zehn Einbrüchen können verhindert werden – Tipps zum Einbruchschutz


Die neuesten Zahlen der deutschen Hausratversicherer sind alarmierend: Wohnungseinbrüche nehmen deutschlandweit zu und verursachen immer höhere Schäden. Nach vorläufigen Auswertungen kosteten sie 2012 die Versicherer 470 Millionen Euro, das sind 50 Millionen Euro mehr als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg 2012 erneut um 10.000 auf inzwischen 140.000 Straftaten. Innerhalb der letzten drei Jahre haben diese Delikte um fast 30 Prozent zugenommen. Die Zahlen hat heute der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlicht.

Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth

Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung:

„Viele Häuser und Wohnungen sind nicht ausreichend gegen Einbruch gesichert.”

 
„Einbrechern wird ihr Handwerk noch immer zu leicht gemacht.“, erklärt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim GDV. „Viele Häuser und Wohnungen sind nicht ausreichend gegen Einbruch gesichert.“ Dabei kann der Einsatz von Sicherheitstechnik in vier von zehn Fällen die Straftat verhindern.

Rekordsumme: Ein Einbruch verursacht durchschnittlich 3.300 Euro Schaden
Immer mehr Menschen verfügen über hochwertig ausgestattete Wohnungen und Häuser. Die fortschreitende Technisierung der Lebenswelt mit Smartphones, Tablet-PCs und Laptops erklärt die hohen Schäden, die Einbrüche verursachen. „Die Kosten für Einbruchschäden haben einen neuen Rekord erreicht“, resümiert von Fürstenwerth. Im Durchschnitt hinterlassen Einbrecher 3.300 Euro Schaden. “Elektronikartikel lassen sich relativ einfach wiederverkaufen, daher sind sie neben Schmuck und Bargeld für Einbrecher attraktiv“, ergänzt von Fürstenwerth.

Der Sachschaden ist das eine, aber viel schwerer wiegen meist die psychischen Folgen der Straftat. Das Wissen, dass ein Fremder in die vermeintlich sichere Privatsphäre eingedrungen ist, lässt Einbruchsopfer oft unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen leiden.

Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Deutschland 1998-2012

Wohnungseinbrüche in Deutschland 1998-2012

© GDV Berlin

So viel Schaden verursacht ein Wohnungseinbruch im Durchschnitt

So viel Schaden verursacht ein Wohnungseinbruch im Durchschnitt

© GDV Berlin

Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Deutschland 1998-2012Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Deutschland 1998-2012

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Die HausratversicherungWas eine Hausratversicherung leistet

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Einbrecher

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Einbrecher

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Wie wichtig das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit ist, zeigt sich meist erst, wenn es verloren gegangen ist. Die Betroffenen kümmern sich leider in der Regel erst nach einem Einbruch um Sicherheitstechnik. Dabei erschweren mechanische und elektronische Sicherungseinrichtungen den Einbrechern nachweislich das Handwerk. Vier von zehn Einbruchsversuchen scheitern auch an Sicherheitstechnik.
 
1. Außenbereiche bei Dunkelheit beleuchten, beispielsweise durch Lampen mit Bewegungsmeldern.
2. Anwesenheit signalisieren: Rollläden tagsüber hochziehen und nachts schließen.
3. Keine Experimente: Türen immer abschließen; einfaches Zuziehen reicht nicht. Schlüssel nie an Außenverstecken deponieren.
4. In Sicherungstechnik investieren, wie spezielle Schlösser für Fenster und Türen.
5. Geprüfte und zertifizierte Alarmanlagen bieten zusätzliche Sicherheit.
6. Bei Abwesenheit vorsorgen: Den Briefkasten leeren lassen, Licht und Rollläden durch Zeitschaltuhren steuern.

 
Mit der Hausratversicherung gegen Einbruch versichern
Mit einer Hausratversicherung können Mieter und Hausbesitzer ihr Eigentum vor dem materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus, Feuer, Sturm, Hagel oder vor Leitungswasserschäden schützen. Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen, beispielsweise nach einem Einbruch aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen.

Um im Schadenfall gut gewappnet zu sein, ist es wichtig, den wertvollen Hausrat z. B. über Fotos und Einkaufsbelege gut dokumentieren zu können. 25 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen laut Institut für Demoskopie Allensbach keine Versicherung für die eigenen vier Wände – und stehen damit beim Wohnungseinbruch ohne finanzielle Hilfe da.

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Kathrin Jarosch
Tel.: 030/ 2020 – 5903
Mail: k.jarosch@gdv.de

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Pressemitteilung

Wohnungseinbrüche steigen weiter und kosten Versicherer knapp eine halbe Milliarde Euro

Einbruchbilanz 2012

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