15.05.2013
Private Unfallversicherung

Gut geschützt in Freizeit und Beruf

Mehr als 1 Millionen Menschen verunglücken jedes Jahr am Arbeitsplatz – oder auf dem Weg dorthin. Das zeigen die vorläufigen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zu den Arbeits- und Wegeunfällen 2012. Das ist aber nur ein Teil der Unfall-Wahrheit. Denn auch in der Freizeit kommt es zu Verletzungen mit schwerwiegenden Folgen. Über die Hälfte aller Deutschen ist dagegen allerdings nicht versichert.

Soviel vorab: Arbeiter und Angestellte sind automatisch Mitglied in der gesetzlichen Unfall-
Versicherung. Sie wird vom Arbeitgeber finanziert und schützt die Arbeitnehmer vor den finanziellen Folgen, wenn sich der Unfall während des Jobs oder auf direktem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ereignet.

Anzahl der privat versicherten Unfälle in der Freizeit und am Arbeitsplatz Leistungen der privaten Unfallversicherer

Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nicht in der Freizeit
Viele Menschen verlassen sich auf den gesetzlichen Unfallschutz am Arbeitsplatz rund um die Uhr, also auch in der Freizeit – eine trügerische Sicherheit. Denn wer zu Hause oder in der Freizeit stürzt, ist auf keinen Fall gesetzlich unfallversichert. Hier hilft nur eine private Unfallversicherung. Sie sorgt nach einem schweren Unfall zumindest für finanzielle Entlastung – beispielsweise wenn die Wohnung und das Auto behindertengerecht umgebaut werden müssen oder Betreuungskosten anfallen. Doch immer noch besitzen 60 Prozent der Deutschen keine private Unfallversicherung.

Was ist eine private Unfallversicherung?
Wer sich vor den finanziellen Risiken durch einen Unfall in der Freizeit schützen möchte, sollte sich über eine private Unfallversicherung informieren. Sie springt ein, wenn ein Unfall dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigungen nach sich zieht oder sogar zum Tod führt – sowohl für Unfälle in der Freizeit als auch für Unfälle am Arbeitsplatz.

Was wird gezahlt?
Ausgezahlt wird eine zuvor fest vereinbarte Summe über die der Versicherte beziehungsweise die Familie unabhängig von den tatsächlichen Kosten oder Einbußen frei verfügen kann. Was viele nicht wissen: die private Unfallversicherung zahlt auch bei Unfällen am Arbeitsplatz – zusätzlich zu den Leistungen, die die Geschädigten von der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten. Was die private Unfallversicherung kostet, hängt von den vereinbarten Leistungsbausteinen und der Versicherungssumme ab.



Das unterschätzte Risiko
Ob beim Radfahren, während des Frühjahrsputzes oder beim Ausflug mit der Familie: Ein Unfall kann schnell passieren. Zum Glück kommen die meisten Menschen mit dem Schrecken und kleinen Blessuren davon. Dennoch: Die privaten Unfallversicherer bearbeiteten in den letzten Jahren Millionen Haus-, Freizeit- und Sportunfälle. Allein 2011 kam es in Deutschland zu 847.000 privat versicherten Unfällen. Die Leistungen der Versicherer kletterten auf mehr als 3 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Was viele nicht wissen: Die private Unfallversicherung kommt dabei nicht nur für Unfälle in der Freizeit auf sondern auch für Unfälle am Arbeitsplatz.

Private Unfallversicherung zahlt auch für Arbeitsunfälle
Und die Unfallopfer müssen nicht damit rechnen, dass diese Leistungen der privaten und der gesetzlichen Unfallversicherung miteinander verrechnet werden. Denn die private Unfallversicherung zahlt im vertraglich vereinbarten Umfang – und das steuerfrei. Damit sind Betroffene für den Fall zumindest finanziell sicherer aufgestellt.

Mathias Zunk
Versicherungsexperte beim Verbraucherservice des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

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