03.04.2013
Interview Peter Schwark

„Auch in Zeiten niedriger Zinsen bleibt die Lebensversicherung unerreicht“

Die Deutschen wissen: Wer später sein Alter genießen will, muss privat vorsorgen. In Zeiten des Niedrigzinses fragen sich viele aber auch, wie sie das am besten machen sollen: Aktien, Bausparvertrag, Edelmetalle, Sparbuch oder die hierzulande sehr beliebte Lebensversicherung? Der Altersvorsorgeexperte Dr. Peter Schwark vom GDV erklärt im Interview, wie Sie am besten für das Alter vorsorgen.

Dr. Peter Schwark Dr. Peter Schwark
ist seit 2008 Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Er verantwortet die Themen Lebensversicherung und betriebliche Altersvorsorge.

Herr Dr. Schwark, viele Verbraucher sind verunsichert. Sie wollen vorsorgen, wissen aber nicht, wie. Was raten Sie denen?
Grundsätzlich gibt es sicherlich verschiedene Wege, die hier nach Rom führen. Für die meisten Menschen wird es sinnvoll sein, eine Rentenversicherung abzuschließen, nach Möglichkeit gefördert. Eine Rentenversicherung bietet einen großen Vorteil gegenüber allen anderen Vorsorgeprodukten, da sie eine lebenslange Alterssicherung garantiert.

Die Lebensversicherung spielt also nach wie vor eine wichtige Rolle beim Aufbau der Altersvorsorge. Doch sie steht ja zurzeit massiv in der Kritik. Ständig hört und liest man, die Rendite geht runter. Reicht das noch für eine gute Rente im Alter?
Wir haben 90 Millionen Lebensversicherungen in Deutschland. Die Stärken der Lebensversicherungsprodukte, und hierzu zählen wir auch die Rentenversicherung, ist zum einen ein lebenslanges Alterseinkommen, egal wie alt man wird. Aber auch Garantien, das heißt, auch in größeren Kapitalmarktkrisen verlieren die Leute kein Geld. Es gibt eine Mindestverzinsung – und das kriegen Sie fast bei gar keinem anderen Vorsorgerprodukt. Auch in Zeiten niedriger Zinsen bleibt die Lebensversicherung unerreicht. Wir haben aktuell ein Gesamtverzinsungsniveau von 3,6 Prozent. Und das bietet kaum ein anderes Produkt heutzutage.

Diese Aussagen treffen übrigens auch auf die vom Staat geförderten Produkte zum Aufbau der Altersvorsorge zu. Was raten Sie den Verbrauchern?
Die Riester-Rente sollte für die meisten Arbeitnehmerhaushalte erste Wahl sein, neben der betrieblichen Altersvorsorgung. Hier gibt es eine Zulagenförderung. Gerade für Geringverdiener und Familien ist das unerreicht von der Rendite. Besserverdiener oder Singles können das bei der Steuer angeben und sparen da entsprechend auch ein paar Steuereuros.

Der Radiobeitrag und die O-Töne dürfen kostenfrei zum Thema „Lebensversicherung“ von Radiosendern gesendet werden. Bitte nutzen Sie die Audiodateien nicht für werbliche Zwecke.

BmE_Lebensversicherung.mp3
…………………………………

O-Toene-Lebensversicherung.mp3
…………………………………

Mehr zum Thema:

>> GDV-Verbraucherservice: Sie haben Fragen? Bei uns finden Sie Antworten.