14.03.2013
Podcast

Schwer erkrankt? Versicherungsschutz bei Krebs und Herzinfarkt

Eine schwere Krankheit kommt oft ziemlich plötzlich und unerwartet. Meistens kann man vorübergehend nicht mehr arbeiten gehen und muss darüber hinaus eventuell sogar einen Teil der Behandlungskosten oder Umbaumaßnahmen in den eigenen vier Wänden finanzieren. Und wer keinen Notgroschen beiseite gelegt hat, bleibt auf den Schulden sitzen.

Verhindern lässt sich das mit der Dread-Disease-Versicherung – ein Versicherungsschutz für schwere Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt. Was alles über die Dread-Disease-Versicherung abgesichert ist und wie sie funktioniert, erklärt Ihnen unser Versicherungsexperte Mathias Zunk.


Podcast_Dread_Disease.mp3
Dauer: 3:01

 

Herr Zunk, was genau ist eine Dread-Disease Versicherung?
Die Dread-Disease-Versicherung kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie ‚schwere oder gefürchtete Krankheit‘. Hierbei handelt es sich um eine Form der Lebensversicherung, die jedoch in der Regel nicht im Todes- oder Erlebensfall, sondern bei Eintritt bestimmter schwerer Krankheiten leistet. Alternativ kann eine Dread-Disease-Versicherung jedoch auch als Zusatzversicherung zu einer Todesfallabsicherung vereinbart werden.

Mathias Zunk
Versicherungsexperte beim Verbraucherservice des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft 

Telefon:
0800-3399399 (kostenlos)
Mail: verbraucher@gdv.de

 

Wie funktioniert das Ganze?
Eine Dread-Disease-Versicherung funktioniert so ähnlich wie eine Risiko-Lebensversicherung, mit dem Unterschied, dass die Leistung nicht bei Tod, sondern bei Eintreten einer versicherten Krankheit als einmalige Summe fällig wird.“

Gegen welche Krankheiten kann man sich damit versichern?
Die Versicherung leistet nach einem festgelegten Katalog an Krankheiten. Zu den versicherbaren Krankheiten zählen beispielsweise Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Mittlerweile können, je nach Anbieter, bis zu 50 schwere Krankheiten versichert werden. Die Leistung wird bei Diagnose einer der versicherten Krankheiten fällig.

Wie unterscheidet sich eine Dread-Disease-Versicherung von einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die viele ja bereits als Basisschutz abgeschlossen haben?
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es eine monatliche Rente. Dread-Disease-Versicherung ist eine zusätzliche Absicherung, bei der eine vorher festgelegte Summe einmalig ausgezahlt wird – egal, ob man berufsunfähig ist oder nicht. Mit dem Geld kann Einkommensverlust ausgeglichen werden, die Behandlungskosten oder eventuell nötige Umbaumaßnahmen finanziert werden.

Wie teuer ist denn so eine Versicherung?
Die Höhe der Prämie hängt unter anderem davon ab, wie alt die Person ist, welche Vorerkrankungen sie hat. Bei Vertragsbeginn sind entsprechende Gesundheitsfragen zu beantworten. Und vor allem, in welcher Höhe der Versicherungsschutz vereinbart werden soll. Beeinflusst wird die Prämie auch durch die Zahl und die Art der abgesicherten Krankheiten sowie der Laufzeit.

Mathias Zunk über die Dread-Disease-Versicherung, die Finanzspritze im Fall einer schweren Krankheit. Vielen Dank für das Gespräch!
Gerne.

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