06.03.2013
5 Fakten zum...

…Carsharing

Teile und fahre: Das denken sich immer mehr Deutsche und steigen auf Carsharing um. 2012 nutzten über 453.000 Menschen die umweltfreundlichen Carsharing-Angebote – ein neuer Rekord. Große Autokonzerne und Mietwagenfirmen sind in den vergangenen Jahren ebenfalls auf diesen Trend aufgesprungen. Was Autofahrer über Carsharing und den Versicherungsschutz wissen sollten, dazu 5 Fakten.

Fakt 1:
Prinzipiell gibt es drei Arten von Carsharing:

– stationsbasierte Angebote (der Fahrer holt das Auto an einer festgelegten Station ab und stellt es auch an einer Station wieder ab)
– free-floating Angebote (Die Autos können überall in einem begrenzten Gebiet, z. B. in der Innenstadt, abgeholt und abgestellt werden)
– privates Carsharing (Besitzer vermieten ihr privates Auto nebenher)

Fakt 2:
Carsharing-Fahrzeuge von kommerziellen Anbietern sind in der Regel vollkaskoversichert. Falls es zu einem Unfall kommt, muss derjenige, der das Auto gemietet und den Unfall verursacht hat, die Selbstbeiligung bezahlen, ähnlich wie bei einem privaten Auto.

Wer häufig Carsharing nutzt, sollte sich bei seinem Anbieter erkundigen, ob er durch einen monatlichen oder einen jährlichen Beitrag die Selbstbeteiligung reduzieren kann. Beim privaten Carsharing wird häufig Versicherungsschutz angeboten, der genau für den Zeitraum des Verleihs vom Leiher abgeschlossen wird.

Fakt 3:
Wenn Sie Ihr eigenes Fahrzeug über ein Carsharing-Modell anderen zur Verfügung stellen, sollten Sie überprüfen, ob das Carsharing-Modell zusätzlichen Versicherungsschutz für Haftpflicht- und Kaskoschäden beinhaltet, die die fremden Nutzer eventuell verursachen. Außerdem sollten Sie überprüfen, ob der bestehende Versicherungsvertrag das Teilen Ihres Autos zulässt.

Fakt 4:
Überprüfen Sie den Nutzerkreis: Sind Sie als Versicherungsnehmer z. B. als alleiniger Fahrer eingetragen, muss der Nutzerkreis erweitert werden. Außerdem sollte überprüft werden, ob das Auto im Versicherungsvertrag nur zur privaten Nutzung eingetragen ist und wann die Grenze zu einer gewerblichen Nutzung überschritten ist. Im Zweifel am besten Rücksprache mit Ihrem Kfz-Versicherer halten.

Fakt 5:
Egal ob privater oder kommerzieller Anbieter, stets gilt: kein Alkohol am Steuer – im Klartext heißt das 0,0 Promille.

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