13.03.2013
Serie Rente vom Chef (Teil 3)

Betriebsrente – Die Pensionskasse

Nur auf die gesetzliche Rente zu bauen wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Neben der privaten ist auch die betriebliche Altersvorsorge eine wichtige Ergänzung der gesetzlichen Rente. Das Prinzip dabei ist: Der Arbeitnehmer überlässt es dem Arbeitgeber, den Beitrag für die Versicherung einzuzahlen. Dabei gibt es fünf Wege, über die die betriebliche Altersvorsorge gestaltet werden kann. Auf gdv.de stellen wir die fünf Durchführungswege in einer Serie vor, erklären die Mechanismen als auch die Vor- und Nachteile der einzelnen Wege. Teil 3: Die Pensionskasse.

Pensionskassen sind, wie auch Direktversicherungen, rechtlich selbstständige Unternehmen. Sie werden von einem oder mehreren Unternehmen getragen und sind aufsichtsrechtlich Versicherungen.

Pensionskassen sind von Arbeitgebern getragene Unternehmen – sie gewähren den Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf zugesagte Leistungen bei eher konservativer Vermögensanlage.

 
Pensionskassen gewähren den Arbeitnehmern und deren Hinterbliebenen einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen. Sie finanzieren sich über Zuwendungen der Trägerunternehmen und aus Vermögenserträgen. Wie andere Versicherungen unterliegen sie der staatlichen Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Pensionskassen müssen ihr Vermögen eher konservativ anlegen.

Wie bei der klassischen Direktversicherung steht eine kontinuierliche und sichere Rendite im Vordergrund. Aus diesem Grund muss der Arbeitgeber auch bei diesem Durchführungsweg nicht in den Pensions-
Sicherungs-Verein (PSV a. G.) einzahlen.

 

Pensionskasse für Arbeitnehmer für Arbeitgeber
 
Vorteile • Steuerfreiheit der Beiträge nach § 3 Nr. 63 EStG bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze zzgl. 1 800 Euro
• Riester-Förderung (§§ 10a, 79 ff. EStG) grundsätzlich möglich
• Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bei Entgeltumwandlung bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze
• Absicherung der Hinterbliebenen möglich
• Sicherheit der Mittelanlage
• lebenslange garantierte Rentenleistungen
• einfache Übertragung bei Arbeitgeberwechsel aufgrund Übertragungsabkommen
>> Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung mit Möglichkeit der Riester-Förderung erfüllbar
• Beitragszusage mit Mindestleistung möglich
• Bilanzneutralität
• kein Versorgungsrisiko, da sich die Ansprüche des Arbeitnehmers bzw. seiner Angehörigen unmittelbar gegen die Pensionskasse richten
• Senkung von Lohnnebenkosten durch Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze
• keine PSV-Beitragspflicht

 
Mehr zum Thema:
>> Podcast: Rente vom Chef – Die betriebliche Altersvorsorge
>> GDV-Verbraucherservice: Alle Infos zur betrieblichen Altersvorsorge

Die bAV-Serie im Überblick:
Teil 1: Direktzusage oder Pensionszusage
Teil 2: Direktversicherung
Teil 3: Pensionskasse
Teil 4: Pensionsfonds
Teil 5: Unterstützungskasse

Ansprechpartner für Presseanfragen:
Hasso Suliak
Tel.: 030 / 20 20 – 5183
h.suliak@gdv.de