Geschäftsentwicklung 2012 trotz Finanzmarktkrise weiterhin stabil
Auch im fünften Jahr der Finanzmarktkrise ist die Geschäftsentwicklung der deutschen Versicherer im Jahr 2012 stabil: Sie verzeichnen spartenübergreifend einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 1,5 Prozent auf 180,7 Mrd. Euro (Vorjahr 178,1 Mrd. Euro). Die Schaden- und Unfallversicherer erzielen bei den Beitragseinnahmen ein Plus von voraussichtlich 3,7 Prozent und damit das kräftigste Wachstum seit 1994. Die private Krankenversicherung erwartet einen Anstieg der Beitragseinnahmen von 3,4 Prozent. In der Lebensversicherung ist im Geschäft gegen laufenden Beitrag zum zweiten Mal in Folge ein moderates Wachstum zu verzeichnen auf rund 64,3 Mrd. Euro (+0,6 Prozent). Die Einmalbeiträge konsolidieren sich im aktuellen Geschäftsjahr weiter auf 21,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 22,9 Mrd. Euro); deshalb reduzieren sich die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung insgesamt (einschließlich Pensionskassen und -fonds) voraussichtlich um 0,7 Prozent auf 86,2 Mrd. Euro.
„Trotz der besonderen Herausforderungen der Euroschuldenkrise ist die Geschäftsentwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft in diesem Jahr zufriedenstellend“, so Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Wir sind für 2013 vorsichtig optimistisch, dass wir daran anknüpfen können.“
Trotz der besonderen Herausforderungen der Euroschuldenkrise ist die Geschäftsentwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft in diesem Jahr zufriedenstellend, GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen
Niedrige Zinsen enorme Herausforderung für Lebensversicherer
Die deutschen Lebensversicherer können im laufenden Jahr voraussichtlich eine Nettoverzinsung von etwa 4 Prozent auf ihre Kapitalanlagen erwirtschaften. Die Kapitalerträge liegen damit auch 2012 deutlich über den durchschnittlichen Garantieverpflichtungen der Lebensversicherer (aktueller durchschnittlicher Rechnungszins im Bestand: 3,2 Prozent). „Sorgen, dass die Lebensversicherer ihre garantierten Leistungen kurz- und mittelfristig nicht mehr erbringen können, sind deshalb unbegründet“, stellte Hoenen mit Blick auf die Berichterstattung der vergangenen Tage nochmals klar. „Unstrittig ist aber auch, dass die Niedrigzinsphase eine ernste Herausforderung für die deutsche Versicherungswirtschaft und eine Belastungsprobe für die private Altersvorsorge ist.“ Hoenen forderte deshalb erneut einen zügigen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik. „Die Risiken und Nebenwirkungen der Medizin, die zur Stützung von Banken und Staaten seit Ausbruch der Bankenkrise eingesetzt wird, sind schon lange bei den Sparern angekommen und belasten inzwischen auch die Lebensversicherungskunden in Deutschland deutlich.“
Infopaket zur Jahrespressekonferenz 2012
Pressestatement |
Präsentationscharts zum Pressestatement von Rolf-Peter Hoenen zur Geschäftsentwicklung 2012 |



