08.11.2012
Pressemitteilung

Die deutsche Lebensversicherung ist sicher

Die anhaltenden Niedrigzinsen sind für Lebensversicherer eine große Herausforderung – für Alarmismus besteht aber kein Grund. Zu den heutigen Medienberichten zur Lebensversicherung stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fest:

Wir können nicht bestätigen, dass einzelne Versicherungsunternehmen erwägen, bei der Finanzaufsicht BaFin die zeitweise Aussetzung der garantierten Zinszahlungen an ihre Kunden zu beantragen. Die Meldung, dass immer mehr Lebensversicherer den Garantiezins nicht mehr in voller Höhe zahlen können, ist falsch.

Es gibt keine Strategie von Lebensversicherern, Kunden zu einem Wechsel von älteren Verträgen mit höherer Verzinsung in niedriger verzinste Verträge zu bewegen.

Erst vor einem Monat hatte die Ratingagentur Fitch bestätigt, dass die deutschen Versicherungsunternehmen auf die Herausforderungen der anhaltenden Niedrigzinsen gut vorbereitet sind. Der Ratingausblick für die Versicherungswirtschaft wurde daraufhin als „stabil“ bewertet. Auch die staatliche Aufsichtsbehörde BaFin hatte erst vor kurzem bestätigt, dass die Lebensversicherer ihre Verpflichtungen auch in einer extremen Niedrigzinslage noch „etliche Jahre“ erfüllen können.

Der Radiobeitrag mit Norbert Heinen, Mitglied des GDV-Hauptausschusses Lebensversicherung/Pensionsfonds, darf kostenfrei zum Thema „Die Lebensversicherung ist sicher“ von Radiosendern gesendet werden. Bitte nutzen Sie die Audiodateien nicht für werbliche Zwecke.

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Die Behauptung, dass für einzelne Unternehmen die vorhandenen Mittel ab 2018 nicht mehr ausreichen könnten, um neben den Verpflichtungen gegenüber den Kunden auch die zusätzlichen, aufsichtsrechtlich geforderten Eigenkapitalanforderungen darzustellen, beruht auf rein hypothetischen Betrachtungen. Sowohl die BaFin als auch Unternehmen führen regelmäßig Berechnungen zu hypothetischen Szenarien durch, um Risiken frühzeitig erkennen und gegensteuern zu können. Das gestern im Finanzausschuss beschlossene Maßnahmenpaket korrigiert krisenverschärfende, aufsichtsrechtliche Vorschriften und stärkt damit die Risikotragfähigkeit der deutschen Lebensversicherer. Im Sinne einer nachhaltigen, vorausschauenden Regulierung macht dies die deutschen Lebensversicherer noch sicherer.

Der GDV hat in den letzten Jahren wiederholt deutlich gemacht, dass die Niedrigzinspolitik zur Stützung von Banken und Staaten zu einer zunehmenden Belastung von Altersvorsorgesparern wird. Dies betrifft die Lebensversicherer ebenso wie die betriebliche Altersversorgung und berufliche Versorgungswerke sowie alle anderen Sparer.

Wenn sich private Altersvorsorge auf Dauer lohnen soll, ist ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik unumgänglich. Deshalb begrüßen wir die jüngsten Äußerungen von EZB-Präsident Draghi, dass Versicherungen und Pensionsfonds wieder angemessene Zinserträge erzielen können sollen.

Durch ihre auf Langfristigkeit ausgerichtete Kapitalanlagestrategie und ihr professionelles Risikomanagement haben die deutschen Lebensversicherer für ihre Kunden die Folgen der Banken- und Staatsschuldenkrise in den vergangenen fünf Jahren gut abgefedert. Im Vergleich zu anderen sicheren Anlagen wie Festgeldkonten, die aktuell im Durchschnitt nicht einmal 2 Prozent bringen, bieten die Lebensversicherer ihren Kunden immer noch eine attraktive Verzinsung. In diesem Jahr waren es im Durchschnitt knapp 4 Prozent.
 
Ansprechpartnerinnen für Presseanfragen:

Daniela Röben
Tel.: 030 / 20 20 – 51 81
d.roeben@gdv.de

Simone Schuchert
Tel.: 030 / 20 20 – 51 82
s.schuchert@gdv.de

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