28.11.2012
Weihnachten

Alle Jahre wieder – Im Dezember schnellen die Brandzahlen nach oben

 

  • Im Dezember 36 Prozent mehr Feuerschäden als in den übrigen Wintermonaten
  • 2011: 12.000 Brände verursachten 34 Millionen Euro Schäden
  • Weihnachtsgeschenke sind versichert
  • Verbrauchertipps für den sicheren Umgang mit Kerze und Böller

 

 

Brennende Adventsgestecke, flammende Weihnachtsbäume und Unachtsamkeit bei der Silvesterknallerei lassen jedes Jahr im Dezember die Zahl der Feuerschäden steigen. 2011 wurden 36 Prozent mehr Schäden als in den übrigen Wintermonaten gemeldet. Die rund 12.000 Brände der vergangenen Weihnachtszeit verursachten einen Gesamtschaden von 34 Millionen Euro. Das belegen die aktuellen Zahlen der deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin veröffentlichte.

Die GDV-Zahlen zeigen auch, dass die Anzahl der Brände seit 2009 mit 12.000 Fällen unverändert ist, jedoch die Kosten je Brandschaden steigen: 2009 zahlten die deutschen Versicherer ihren Kunden durchschnittlich rund 2.600 Euro. 2011 sind es bereits rund 2.900 Euro je Brand.

Infopaket „Weihnachtsbrände”
Weihnachtsbrände Kosten pro Adventsbrand steigen

© GDV Berlin

WeihnachtsbrändeAm Jahresende steigende Brandzahlen

© GDV Berlin

WeihnachtsbrändeBrände sind teuer

© GDV Berlin

Der Radiobeitrag darf kostenfrei zum Thema „Weihnachtsbrände“ von Radiosendern gesendet werden. Bitte nutzen Sie die Audiodatei nicht für werbliche Zwecke.

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Weihnachtsbrände
Verhalten im Brandfall mit Kindern üben – Informationen der Deutschen Versicherer

Weihnachtsbrände
Philipp und sein Rauchengel (Kinderbuch)

Weihnachtsgeschenke sind versichert
Kommt es zu einem Brand, bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung den passenden Versicherungsschutz: Die Hausratversicherung ersetzt sämtliche Schäden, die beispielsweise durch Feuer oder Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen – selbst ruinierte Weihnachtsgeschenke sind mitversichert.

Mehr Sicherheit in der Weihnachtszeit
Tipps für den sicheren Weihnachtsbaum
  • Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest.
  • Stellen Sie Fluchtwege sicher und halten Sie Abstand zu brennbaren Stoffen wie Gardinen und Vorhängen.
  • Stellen Sie den Weihnachtsbaum auf den Boden. Befestigen Sie ihn in einem stabilen und mit Wasser gefüllten Christbaumständer.
  • Gießen Sie Ihren Weihnachtsbaum regelmäßig. Ein trockener Baum brennt wie Zunder!
  • Vermeiden Sie leicht brennbaren Weihnachtsbaumschmuck, wie Strohsterne oder Dekoschleifen.
  • Achten Sie auf feste Kerzenhalter. Kerzen gehören nicht unter Äste oder Zweige.
  • Zünden Sie die Kerzen immer von oben nach unten an: Beginnen Sie an der Baumspitze. Löschen Sie die Kerzen von unten nach oben.
  • Lassen Sie Ihren Weihnachtsbaum nie unbeaufsichtigt. Behalten Sie Ihre Kinder und Haustiere immer im Auge.
  • Sorgen Sie vor: Halten Sie für den Fall der Fälle Löschmittel, wie Wassereimer oder Handfeuerlöscher, bereit.
  • Sicher ist sicher: Rauchwarnmelder schlagen rechtzeitig Alarm – und retten Leben.
Tipps zum Kauf und Umgang mit Silvesterraketen
  • Kaufen Sie nur Feuerwerkskörper mit Zulassung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).
  • Die BAM teilt Feuerwerkskörper in zwei Klassen ein, der entsprechende Aufdruck an der Rakete ist leicht zu erkennen. Die Knaller der Klasse „PII” dürfen nur zu Silvester und nur von Personen über 18 Jahren gezündet werden.
  • Böllern ist nur am Silvesterabend ab 18 Uhr und bis Neujahr um sieben Uhr erlaubt.
  • Knallen Sie keine Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kirchen sowie Kinder- und Altenheimen.
  • Lassen Sie Kinder grundsätzlich nie unbeaufsichtigt Raketen oder Böller zünden.
  • Zünden Sie Raketen niemals aus der Hand, sondern stets aus standsicheren Rohren oder Flaschen.
  • Heben Sie nicht explodierte Feuerwerkskörper nicht auf. Es könnte sich um sogenannte „Spätzünder” handeln.
  • Um Verletzungen zu vermeiden halten Sie unbedingt einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Raketen und Böllern.
  • Um Wohnungsbrände zu vermeiden: Schließen Sie Türen und Fenster in der Silvesternacht, damit sich kein Feuerwerkskörper ins Haus verirren kann.
Versicherungsschutz – kurz und bündig
  • Hausratversicherung: Ersetzt Schäden, die z. B. durch Feuer oder aber auch Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen – sogar ruinierte Weihnachtsgeschenke sind mitversichert.
  • Wohngebäudeversicherung: Ersetzt Schäden, die beispielsweise durch explodierende Feuerwerkskörper am Gebäude entstehen.
  • Private Haftpflichtversicherung: Tritt ein, wenn ein Partygast in einer Wohnung durch einen Feuerwerkskörper einen Schaden anrichtet.
  • Kaskoversicherung: Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt die Kaskoversicherung für den Schaden ein. Die Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert werden, ohne dass der Schuldige ermittelt werden kann.
  • Private Unfallversicherung: Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt und dabei einen dauerhaften Schaden davonträgt, erhält Leistungen aus der privaten Unfallversicherung. Heilbehandlungskosten sind allerdings Sache der Krankenversicherung.

 

Mehr zum Thema:

>> Podcast: Alle Jahre wieder – Weihnachtsbrände vermeiden!
In der Adventszeit machen es sich viele Menschen in den eigenen vier Wänden gerne gemütlich. Dazu gehören natürlich auch ein Adventskranz und ein Weihnachtsbaum. Viele greifen dafür zu echten Kerzen. Aber Vorsicht, denn: Brennende Adventskränze oder Christbäume sind die häufigsten Brandursachen in der Vorweihnachtszeit. Wie Sie die Brandgefahr verringern können und worauf Sie achten sollten, wenn Kinder mit im Haushalt leben, erfahren Sie in unserem Podcast. Weiter…

Ansprechpartnerin für Presseanfragen:

Kathrin Jarosch
Tel.: 030 / 20 20 – 51 80
k.jarosch@gdv.de

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